verfasst von am 8. November 2023
Ransomware

In den Nachrichten hört man regelmäßig von Ransomware-Angriffen auf Unternehmen oder Privatpersonen. Ob du nun weißt, was das bedeutet, oder nicht – einen Ransomware-Angriff möchtest du am liebsten einfach vermeiden. Vor allem, wenn du in deinem Unternehmen mit sensiblen Daten arbeitest. Cyberkriminelle können Ihre Systeme mit einer bestimmten Art von Software lahmlegen, sodass Sie nichts mehr tun können. Oft fordern sie dann Lösegeld, um das System wieder freizugeben. Sowohl kleine als auch große Unternehmen sind von solchen Angriffen betroffen, daher ist es immer gut zu wissen, wie Sie sich davor schützen können! 

Was ist Ransomware? 

Eine Untersuchung des britischen Sicherheitsunternehmens Sophos zeigt, dass ein Ransomware-Angriff ein Unternehmen durchschnittlich 1,82 Millionen Dollar kostet. Aber was ist Ransomware eigentlich? Ransomware ist ein anderer Begriff für Malware und bezeichnet schädliche Software, die Computer und Dateien im System als Geiseln nimmt. Cyberkriminelle nutzen sie, um dein System oder deine Computer zu verschlüsseln, sodass du sie nicht mehr nutzen kannst. Oft drohen sie damit, die Systeme erst dann wieder freizugeben, wenn du Lösegeld zahlst. Und dabei geht es natürlich nicht um ein paar Euro.  

Wie gelangt Ransomware auf den Computer?

Es gibt verschiedene Wege, auf denen Ransomware in Ihr System oder Ihre Computer eindringen kann. Oft spricht man dann davon, dass das System mit der Malware „infiziert“ ist. Schließlich handelt es sich um eine Art Computervirus. Man kann sich Ransomware versehentlich über Links, E-Mails, E-Mail-Anhänge und Online-Werbung einfangen. Darüber hinaus können Cyberkriminelle gezielte Angriffe auf die Server eines Unternehmens durchführen und so versuchen, die schädliche Software in das System einzuschleusen. Sobald die Ransomware im System ist, blockiert sie den Zugriff auf die Computer, das System oder bestimmte Daten. Dies kann dazu führen, dass Unternehmen vollständig lahmgelegt werden.  

5 Tipps, um dein Unternehmen vor Ransomware zu schützen  

Wenn dein System mit Ransomware infiziert wird, kann dies also eine Menge unangenehmer Folgen für dich und dein Unternehmen haben. Das möchtest du natürlich um jeden Preis verhindern. Im Folgenden geben wir dir 5 Tipps, wie du dein Unternehmen vor Ransomware schützen kannst! 

1. Regelmäßige Datensicherungen durchführen  

Wenn du für eine gute Datensicherung deiner Systeme und Daten sorgst, hast du weniger Probleme, falls Cyberkriminelle deine Computer verschlüsseln. Schließlich hast du alle Daten und Systeme an einem externen Ort gespeichert. So kannst du deine Dateien ganz einfach wiederherstellen und deine Arbeit fortsetzen. Viele Unternehmen nutzen diese Methode als Schutz vor Cyberangriffen.  

2. Warte mit Updates niemals zu lange  

Softwareanbieter sind häufig das Ziel von Ransomware-Angriffen. Deshalb sind sie ständig damit beschäftigt, Schwachstellen in ihrer Software aufzuspüren und diese zu beheben. Die gefundenen Verbesserungen setzen sie in Form von Updates oder Patches für die Software um. Je schneller Sie als Nutzer Updates installieren, desto besser, denn das bedeutet, dass Sie weniger anfällig für Cyberangriffe sind. Unternehmen neigen oft dazu, mit der Installation solcher Updates zu warten, da sie dafür häufig ihre Systeme neu starten müssen. Das kann zu Verzögerungen im Produktionsprozess führen. Dennoch empfehlen wir Ihnen immer, Updates sofort durchzuführen. Ein Ransomware-Angriff kostet Sie nämlich viel mehr Geld als eine Viertelstunde Stillstand! 

3. Versuchen Sie, menschliche Fehler so weit wie möglich auszuschließen  

Es kommt regelmäßig vor, dass ein Ransomware-Angriff auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Cyberkriminelle versuchen beispielsweise auf verschiedene Weise, an die Anmeldedaten von Mitarbeitern zu gelangen, um sich so leicht Zugang zum System zu verschaffen. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass die Konten Ihrer Mitarbeiter gut geschützt sind – und zwar mit mehr als nur einem Passwort. Führen Sie beispielsweise unternehmensweit eine MFA als zusätzliche Sicherheitsstufe ein. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie Ihre Mitarbeiter ständig über die Tricks auf dem Laufenden halten, die Cyberkriminelle anwenden können, und testen Sie sie gegebenenfalls von Zeit zu Zeit. Unternehmen tun dies oft, indem sie eine verdächtige E-Mail versenden und beobachten, wie viele Mitarbeiter dennoch auf den Link in der E-Mail klicken. Eine Schulung zum Thema Cybersicherheit kann ebenfalls nie schaden 😉  

4. Ein Antivirenprogramm hält nicht alles ab 

Viele kleinere Unternehmen glauben, dass sie ausreichend geschützt sind, wenn sie ein Antivirenprogramm verwenden. Leider ist dies bei weitem nicht immer der Fall. Wenn Sie ein gutes Antivirenprogramm verwenden, das Ransomware erkennt, sind Sie zwar weitgehend geschützt und das Infektionsrisiko ist geringer. Dennoch empfehlen wir immer, zusätzlich weitere Maßnahmen zu ergreifen, da Antivirenprogramme leider niemals alle schädlichen Programme aufspüren können. Viele Cyberkriminelle berücksichtigen dies nämlich bei der Entwicklung von Malware.  

5. Stelle ein klares Protokoll sicher  

Stelle sicher, dass du ein klares Protokoll für deine Mitarbeiter hast, damit diese wissen, was im Falle eines Cyberangriffs zu tun ist. So können sie schnell reagieren, beispielsweise durch das Wiederherstellen externer Backups oder das Anrufen eines Ansprechpartners, der dabei helfen kann!