Am 2. Februar ist der erste Teil des europäischen KI-Gesetzes in Kraft getreten. Das bedeutet, dass ein Teil der verfügbaren KI-Anwendungen inzwischen innerhalb Europas nicht mehr genutzt werden darf. Als Unternehmen ist es ratsam, genau zu wissen, was man mit KI noch tun darf und was nicht, insbesondere wenn Sie diese im Rahmen Ihrer täglichen Arbeit intensiv nutzen. In diesem Artikel informieren wir Sie umfassend über die KI-Anwendungen, die seit diesem Monat in Europa verboten sind, damit Sie bestens informiert sind!
1. Künstliche Intelligenz, die manipuliert oder täuscht
Erstens sind KI-Anwendungen, die Menschen manipulieren oder täuschen, seit diesem Monat in Europa verboten. Das lässt sich natürlich auf vielfältige Weise auslegen, denn wann handelt es sich nun wirklich um Manipulation oder Täuschung? Der Europäische Gerichtshof definiert dies wie folgt: „Systeme, die die Schwachstellen von Menschen, wie Alter oder Behinderung, ausnutzen, um sie zu beeinflussen“. Man darf also keine künstliche Intelligenz einsetzen, die in irgendeiner Weise eine Behinderung einer Person oder beispielsweise ein höheres oder gerade ein niedrigeres Alter ausnutzt.
2. KI-Anwendungen, die Social Scoring nutzen, sind nun verboten
KI-Anwendungen, die Social Scoring nutzen, sind seit diesem Monat auch in Europa streng verboten. Der Begriff „Social Scoring“ sagt dir sicher etwas. Dabei handelt es sich um die Vergabe einer bestimmten Bewertung an Menschen auf der Grundlage ihres Verhaltens, also um eine soziale Bewertung. Du darfst also keine künstliche Intelligenz mehr einsetzen, die Menschen anhand ihres sozialen Verhaltens oder bestimmter persönlicher Merkmale bewertet. Angenommen, du nutzt KI beispielsweise zum Scannen von Bewerbungen oder Lebensläufen, dann musst du sicher sein, dass dieses System die Bewerber nicht nach Alter, Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit bewertet. Es ist schon länger bekannt, dass bestimmte KI-Anwendungen noch immer sehr stark zur Diskriminierung neigen, also achte hier besonders darauf!
3. Systeme, die schutzbedürftige Gruppen ausnutzen
Leider kann künstliche Intelligenz auch dazu genutzt werden, schutzbedürftige Gruppen auf „clevere“ Weise auszubeuten. Anwendungen, die dies in irgendeiner Weise tun, dürfen ab diesem Monat ebenfalls nicht mehr verwendet werden. Zu den schutzbedürftigen Gruppen zählen beispielsweise ältere Menschen, Menschen mit einer bestimmten Behinderung oder Beeinträchtigung, Menschen mit einer Sprachbarriere oder Menschen in einer bestimmten sozioökonomischen Situation. KI-Anwendungen, die speziell darauf ausgelegt sind, solche Personengruppen auszubeuten, dürfen nicht mehr genutzt werden.
4. Emotionserkennung am Arbeitsplatz und im Bildungswesen
Die Emotionserkennung mithilfe von KI am Arbeitsplatz und im Bildungswesen ist eine weitere Form der KI, die ab sofort in Europa verboten ist. Doch was versteht man eigentlich unter Emotionserkennung und wozu kann sie einem Arbeitgeber oder Lehrer dienen? Am Arbeitsplatz geht es vor allem um die kontinuierliche Überwachung von Mitarbeitern. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen, beispielsweise durch die Erkennung von Augenbewegungen, der Tippgeschwindigkeit oder mittels Stimmerkennung. Eine weitere Methode, die wir heutzutage häufiger antreffen, ist die Überwachung durch Wearables, die Mitarbeiter tragen. Diese dienen dann der Messung von Stress- und Ermüdungswerten, oft um Unfälle am Arbeitsplatz zu verhindern.
Arbeitgeber geben oft an, diese Tools zur Förderung der Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter einzusetzen, doch natürlich hat dies auch eine große Kehrseite. Bei den Arbeitnehmern führt dies zu Ängsten und dem Gefühl, überwacht zu werden. Zudem kann es zu einer unverhältnismäßigen Belastung am Arbeitsplatz und sogar zu Burn-out, emotionaler Erschöpfung und weniger Arbeitsfreude führen. Aus diesem Grund ist es Arbeitgebern nicht mehr gestattet, KI zur Erkennung von Emotionen bei ihren Mitarbeitern einzusetzen.
5. Biometrische Identifizierung in Echtzeit im öffentlichen Raum
Die letzte Art von KI-Anwendungen, deren Nutzung ab sofort verboten ist, ist KI, die Echtzeit-Biometrie einsetzt, um Personen im öffentlichen Raum zu identifizieren. Dies bedeutet beispielsweise, dass ein KI-System Personen anhand von Echtzeit-Gesichtserkennung identifiziert. Für dieses Verbot gelten einige Ausnahmen. Biometrische Identifizierung in öffentlichen Räumen mithilfe künstlicher Intelligenz ist jedoch zur Suche nach vermissten Personen oder zur Abwehr schwerwiegender Bedrohungen zulässig.
Sorgen Sie für ausreichendes KI-Wissen in Ihrem Unternehmen
Neben dem Verbot bestimmter Formen von KI verpflichtet der europäische KI-Gesetz (AI Act) Unternehmen dazu, sicherzustellen, dass ihre Mitarbeiter über ausreichende Kenntnisse im Bereich KI verfügen. Diese Kenntnisse müssen ihrer Rolle innerhalb der Organisation und dem Kontext entsprechen, in dem KI vom Unternehmen eingesetzt wird. Es ist wichtig, dass Sie als Unternehmen über dieses Wissen selbst verfügen, anstatt von externen Experten abhängig zu sein. Die Nichteinhaltung des KI-Gesetzes kann nämlich sehr hohe Geldstrafen nach sich ziehen, die bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des Jahresumsatzes Ihres Unternehmens betragen können. Stellen Sie also sicher, dass Sie keine KI-Anwendungen mehr nutzen, die derzeit in der EU verboten sind!
Die Cybersicherheit wird durch all die neuen Innovationen und Techniken, die hinzukommen, immer komplexer, gewinnt dadurch aber auch immer mehr an Bedeutung. Dies gilt für Privatpersonen, für Unternehmen ist dies natürlich eine noch viel dringlichere Angelegenheit. Schließlich sind sie eher das Ziel ernstzunehmender Cyberkrimineller als Privatpersonen. Ein wesentlicher Bestandteil einer starken Cybersicherheit als Unternehmen ist ein ausreichendes Bewusstsein bei Ihren Mitarbeitern. Über sie gelangen Cyberkriminelle oft am einfachsten in Ihre Systeme. Es ist daher wichtig, dass sie sich der Gefahren und Warnsignale bewusst sind. In diesem Artikel geben wir Ihnen 5 Tipps, um das Cybersicherheitsbewusstsein Ihrer Mitarbeiter zu verbessern!
1. Achten Sie auf verdächtige E-Mails
Es scheint so einfach zu sein, doch es geht doch sehr oft schief: gefälschte E-Mails. Verdächtige E-Mails wirken auf den ersten Blick immer weniger verdächtig. Cyberkriminelle werden nämlich immer besser darin, diese E-Mails nachzuahmen. Das Erkennen verdächtiger E-Mails ist daher in den letzten Jahren deutlich schwieriger geworden. Deshalb ist es umso wichtiger, deine Mitarbeiter diesbezüglich wachsam zu halten. Achte genau auf Rechtschreibfehler, seltsame Absender oder Logos, die nicht ganz stimmen. Geben Sie außerdem klare Anweisungen zum Umgang mit Links in E-Mails, SMS-Nachrichten oder WhatsApp-Nachrichten. Möchten Sie in einer E-Mail überprüfen, ob ein Link vertrauenswürdig ist? Wenn Sie mit der Maus kurz darüber fahren, OHNE zu klicken, wird nach einigen Sekunden der echte Link sichtbar und Sie können erkennen, ob dieser verdächtig ist oder nicht.
2. Gehen Sie nicht zu sorglos mit Passwörtern um
Davor wird natürlich oft gewarnt, aber wir wollen es trotzdem noch einmal betonen. Denn viele Niederländer verwenden nämlich immer noch an vielen Stellen dieselben Passwörter und vergessen zudem, diese rechtzeitig zu ändern. Untersuchungen zeigen sogar, dass die meisten Niederländer ihr Passwort nur ändern, wenn es wirklich sein muss, zum Beispiel bei einer Datenpanne oder wenn ein System dich dazu verpflichtet, dein Passwort in regelmäßigen Abständen anzupassen. Am besten ist es, deine Passwörter alle 90 Tage zu ändern und überall ein anderes Passwort zu verwenden, insbesondere innerhalb deines Unternehmens. Für die beste Sicherheit im Jahr 2025 empfehlen wir, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten, zum Beispiel mittels einer SMS oder einer Authentifizierungs-App. Damit machen Sie es Hackern deutlich schwerer. Hören Sie Ihre Mitarbeiter manchmal über das Einloggen mit Zwei-Faktor-Authentifizierung klagen? Dann ist das gleich eine gute Gelegenheit, diese Tipps zur Cybersicherheitssensibilisierung einzusetzen.
3. Gehen Sie vorsichtig mit sensiblen Daten um
Seien Sie stets vorsichtig bei der Weitergabe sensibler oder persönlicher Daten. Unternehmen, Anbieter oder Banken fragen niemals einfach so danach. Denken Sie dabei an Informationen wie Ihre Anmeldedaten, E-Mail-Adressen oder Passwörter. Cyberkriminelle brauchen nur Zugriff auf ein einziges Konto eines Ihrer Mitarbeiter, um Schaden an Ihren Systemen und Prozessen anzurichten. Weisen Sie Ihre Mitarbeiter daher an, diese Daten niemals einfach so an Dritte weiterzugeben. Außerdem ist es wichtig, dass sie sich nicht über ungesicherte Verbindungen in ihre Arbeitskonten einloggen. Man weiß nie, wer mitliest!
4. Einer der oft vergessenen Tipps für Cybersicherheitsbewusstsein: Halten Sie alles auf dem neuesten Stand
So lästig Updates manchmal auch sein mögen, wir raten dir auf jeden Fall davon ab, sie zu ignorieren. Ganz gleich, um welche Software es sich handelt: Updates sind äußerst wichtig, um die Sicherheit aufrechtzuerhalten. Viele Software-Updates enthalten nämlich auch Sicherheitspatches. Die technologischen Entwicklungen schreiten derzeit so schnell voran, dass Cyberkriminelle ständig neue Wege finden, um Systeme oder Netzwerke zu hacken oder auf andere Weise Schaden anzurichten. Für Softwareentwickler ist es daher unerlässlich, ihre Software zu aktualisieren, um den Cyberkriminellen einen Schritt voraus zu sein. Überlege dir also das nächste Mal kurz, bevor du wieder auf „Aufschieben“ klickst, wenn ein Programm nach einem Update fragt 😉
5. Vorsicht bei der automatischen Anmeldung
Es ist natürlich sehr praktisch, Passwörter zu speichern und die automatische Anmeldung auf verschiedenen Websites und Systemen einzurichten. Aber sicher ist das meist nicht. Sollte dein Laptop gestohlen werden, willst du nicht, dass sich jemand in all deine Konten und Systeme einloggen kann. Dies ist einer der wichtigsten Tipps im Bereich Cybersicherheitsbewusstsein, da man oft eher auf Bequemlichkeit als auf Sicherheit setzt. Wenn du die automatische Anmeldung nicht eingerichtet hast, musst du dennoch darauf achten, dass du deine Online-Konten nicht schließt, ohne dich abzumelden. Bist du mit der Arbeit fertig? Dann melde dich immer überall ab!
Die digitale Landschaft wird immer ausgefeilter und komplexer, doch dadurch werden die Menschen in der Online-Welt auch immer anfälliger. Gerade wenn man sich in diesem Bereich selbst weniger gut auskennt, gibt es eine Menge Dinge, auf die man achten muss. Schließlich werden Cyberkriminelle immer schlauer, und mit jeder Innovation eröffnet sich ihnen eine neue Chance. Was können Sie als Unternehmen im Bereich der Cybersicherheitstrends im Jahr 2025 erwarten? Was müssen Sie beachten? Darauf gehen wir in diesem Artikel näher ein!
Unternehmen investieren mehr in Cybersicherheit
Da Experten davon ausgehen, dass in der Online-Welt zahlreiche neue Bedrohungen auftauchen werden, werden viele Unternehmen in diesem Jahr verstärkt in Cybersicherheit investieren. Leider geschieht dies nicht immer freiwillig – als Unternehmer kommt man dem fast nicht mehr aus. Sollte Ihr Unternehmen von einem Virus befallen werden, kostet Sie das oft viel mehr Geld. Es kommt häufig vor, dass Cyberkriminelle Systeme „als Geiseln nehmen“, wodurch Unternehmen nichts mehr tun können, bis sie Lösegeld zahlen. In den meisten Fällen sind Unternehmen hierfür auch nicht mehr versichert, wenn sie zu wenige Maßnahmen im Bereich Cybersicherheit ergreifen. Es wäre also auch sehr unklug, nicht in die Online-Sicherheit Ihrer Systeme zu investieren.
Einer der wichtigsten Cybersicherheitstrends für 2025: Künstliche Intelligenz bringt neue Gefahren mit sich
Das Aufkommen der künstlichen Intelligenz hat natürlich bereits viele großartige Innovationen mit sich gebracht. KI-Assistenten können Sicherheitsexperten immer besser dabei unterstützen, Systeme zu sichern und Risiken sowie Schwachstellen aufzuspüren. Leider bedeutet dies, dass auch Cyberkriminelle davon Gebrauch machen können. Der Einsatz von KI wurde von der EU seit diesem Jahr teilweise eingeschränkt, doch die Gesetze sind noch nicht so streng, dass Cyberkriminelle künstliche Intelligenz nicht mehr einsetzen könnten. Kriminelle werden im Jahr 2025 verstärkt KI nutzen, um Menschen online zu betrügen oder Unternehmenssysteme zu hacken. Denken Sie beispielsweise an Phishing-E-Mails, die von KI verfasst wurden und dadurch kaum noch von echten zu unterscheiden sind. Experten sagen voraus, dass bis 2027 17 % der Cyberangriffe durch generative KI ermöglicht werden.
Identitätsbetrug und Identitätsprüfung
Eine weitere Prognose lautet, dass Identitätsbetrug im Jahr 2025 häufiger vorkommen wird. Cyberkriminelle verschaffen sich über eine Hintertür Zugang zu Ihrem E-Mail-Konto oder ähnlichen Systemen, wodurch sie indirekt auch an andere Daten gelangen können, beispielsweise an die Daten eines Bekannten oder Kollegen von Ihnen oder an andere Konten, die Sie selbst nutzen. Um dem entgegenzuwirken, ist es für Unternehmen wichtig, ihre Zugangs- und Identitätsverwaltung zu verstärken. Eine gute Möglichkeit hierfür ist beispielsweise die Einrichtung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Unternehmensressourcen. Darüber hinaus ist es wichtig, Ihre Mitarbeiter ständig für Betrug und Cyberkriminalität zu sensibilisieren. Zero Trust wird daher voraussichtlich ein großer Trend in diesem Jahr sein. Das bedeutet, dass jeder Nutzer, jedes Gerät und jede Verbindung stets verifiziert werden muss, um sicherzustellen, dass sie vertrauenswürdig sind. Blindes Vertrauen in die digitale Welt ist im Jahr 2025 nicht mehr möglich!
Laut einer aktuellen Analyse der Synergy Research Group wird die Kapazität von Hyperscale-Rechenzentren bis 2030 dreimal so hoch sein wie heute. Was ist der Grund dafür? Das kannst du dir wahrscheinlich denken: Ja, genau, KI! In den letzten Jahren war der Trend stets, dass die kritische Auslastung von Hyperscale-Rechenzentren stetig zunimmt, doch dieses Wachstum hat sich dank KI-Diensten und generativer KI-Technologie nur noch verstärkt!
Der Druck auf Rechenzentren nimmt durch KI stetig zu
Seit dem Aufkommen von KI und verschiedenen generativen Lösungen hat der Druck auf Rechenzentren stetig zugenommen. Der Energiebedarf in Rechenzentren steigt kontinuierlich, aber wie reagiert man darauf? Dies ist schließlich nicht die einzige Herausforderung, vor der Betreiber von Rechenzentren stehen. Steigende Energiekosten und strengere Umweltvorschriften machen es nicht einfacher, die stetig wachsende Nachfrage zu befriedigen. Dennoch wird die Kapazität von Hyperscale-Rechenzentren laut Experten noch erheblich wachsen und bis zum Jahr 2030 mindestens dreimal so hoch sein wie heute.
Mehr Rechenzentren, aber auch größere Rechenzentren
Die Kapazität muss also erhöht werden. Um dies zu erreichen, werden nicht nur neue Rechenzentren gebaut, sondern auch größere. Laut dem Bericht von Synergy gab es Ende 2024 weltweit 1103 in Betrieb befindliche Hyperscale-Rechenzentren. Darüber hinaus waren weitere 497 Anlagen in Planung. Neben der Planung neuer Standorte werden viele Rechenzentren erweitert, um die Kapazität zu erhöhen. Die Gesamtzahl der Rechenzentren wird auch in diesem Jahr sicherlich weiter wachsen, aber besonders auffällig ist, dass sie deutlich größer werden. Im Durchschnitt sind neue Rechenzentren doppelt so groß wie ihre Vorgänger. Ein Grund dafür ist unter anderem die Einführung von GPU-orientierter Infrastruktur, die für die Arbeitslast, die künstliche Intelligenz mit sich bringt, unverzichtbar ist. Bestehende Rechenzentren waren hauptsächlich CPU-basiert, aber KI erfordert eine Verlagerung hin zu GPUs und anderer spezialisierter Hardware. Es kommen also in diesem Jahr nicht nur mehr Rechenzentren hinzu, sondern sie werden auch alle größer.
Energieeffiziente Rechenzentren
Der Energieverbrauch von Rechenzentren bleibt natürlich ein Thema, insbesondere wenn immer mehr und größere Rechenzentren hinzukommen. Die gesetzlichen Vorschriften zur Umweltfreundlichkeit werden immer strenger, daher muss auch für Rechenzentren an CO₂-freundlichen Alternativen gearbeitet werden. Ein Bericht von Atlantic Ventures und Nutanix zeigt, dass Rechenzentren ihre CO2-Emissionen in den kommenden 6 Jahren um 19 Millionen Tonnen reduzieren können. Das entspricht den Emissionen von 4,1 Millionen Autos und ist somit keineswegs zu vernachlässigen. Diese Einsparungen lassen sich durch Energieeffizienz und den Einsatz von On-Demand-Rechenkapazität in der Cloud erzielen. Auch die Umstellung auf HCI kann im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentrumsarchitekturen zu einer jährlichen Energieeinsparung von 27 % führen. Dem Bericht zufolge könnten diese Energieeinsparungen bis 2030 rund 25 Milliarden Euro einbringen!
Die ABN Amro Bank geht davon aus, dass der Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor auch im Jahr 2025 wieder wie in den vergangenen Jahren wachsen wird, und zwar um 5 %, und im Jahr 2026 um weitere 4 %. Grund dafür sind die anhaltende Digitalisierung, die Cloud-Migration und Innovationen im Bereich der KI in den Niederlanden. Das bedeutet, dass der TMI-Sektor wieder zu seinem historischen Trend zurückkehrt. Die Analyse, die dieses erwartete Wachstum aufzeigt, wurde vom Branchenökonomen Mario Bersem erstellt. In diesem Artikel berichten wir Ihnen über alle interessanten Erkenntnisse aus der Analyse!
Auswirkungen des angespannten Arbeitsmarktes auf
Der Arbeitskräftemangel hält weiterhin an, was sich natürlich auch auf den Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor auswirkt. Etwa 20 % der derzeit in diesem Sektor Beschäftigten sind Selbstständige. ICT-Experten sind heutzutage in vielen Branchen gefragt, was auch im TMI-Sektor zu einem Mangel an ICT-Fachkräften führt. Schließlich ist die ICT heutzutage ein wichtiger Bestandteil der meisten Unternehmen. Auffällig ist zudem, dass viele Experten im TMI-Sektor in Festanstellung arbeiten. Flexible Arbeitsformen sind in diesem Sektor also eher selten anzutreffen.
KI-Innovationen sorgen für starkes Wachstum im Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor
Eine der Ursachen für das starke Wachstum des TMI-Sektors sind all die jüngsten und geplanten KI-Innovationen. Im Jahr 2022 begann der Hype um KI, vor allem mit der öffentlichen Verfügbarkeit von ChatGPT. Seitdem entwickelt sich dieser Sektor rasant weiter und experimentiert intensiv mit künstlicher Intelligenz. In einigen Branchen hat KI natürlich auch weniger positive Auswirkungen, beispielsweise durch den Verlust von Arbeitsplätzen. Dies zeigt sich bereits jetzt ein wenig in der Übersetzungsbranche. Dennoch erwartet man auch große Durchbrüche im Bereich der KI, die gerade für mehr Produktivität bei den Beschäftigten in den unterschiedlichsten Branchen sorgen werden. Laut dem Bericht der ABN Amro könnte das Jahr 2025 ein großer Wendepunkt für künstliche Intelligenz im TMI-Sektor sein. Dies vor allem, weil neue Innovationen, die im vergangenen Jahr getestet und verbessert wurden, in diesem Jahr tatsächlich in der Wirtschaft eingesetzt werden können. Für den Tech-Sektor erwartet die ABN Amro dank KI-Anwendungen ein Wirtschaftswachstum von 7 % im Jahr 2025!
Zahlreiche Auseinandersetzungen innerhalb der TMI-Branche
Derzeit herrscht im TMI-Sektor ein harter Wettbewerb, insbesondere um die Verbraucher. Das ist dir sicher nicht entgangen. Viele Telekommunikationsunternehmen bewerben ihre Produkte und Dienstleistungen mittlerweile „aggressiver“. Derzeit konzentrieren sie sich vor allem auf Internetverträge, da immer weniger Menschen noch TV-Abonnements abschließen. Odido hat hier einen großen Schritt getan, indem es damit begonnen hat, schnelles Internet über 5G anzubieten. Auf diese Weise tritt der Anbieter direkt in Konkurrenz zur Glasfaser von KPN. Der Wettbewerb zwischen den Telekommunikationsunternehmen äußert sich in einem Preisdruck und Innovationen in der Branche. Sie dürfen nicht hinter der Konkurrenz zurückbleiben, denn sonst verlieren sie schnell ihre Kunden. Die ABN Amro erwartet für den Telekommunikationssektor im Jahr 2025 nur ein Wachstum von 1 %. Auch in dieser Branche hat KI großen Einfluss, da sie den Telekommunikationsanbietern die Möglichkeit bietet, Innovationen zu entwickeln, mit denen sie sich von der Konkurrenz abheben können.
Im Juni stimmte der Senat über die Einführung des Gesetzes zur Datenweitergabe (WGS) ab. Dieses neue Gesetz ermöglicht es der Regierung, Daten einfacher auszutauschen und zu analysieren. Als Grund für die Einführung dieses Gesetzes nennt die Regierung die Bekämpfung gesellschaftlicher Probleme und der Kriminalität, doch Datenschutzexperten üben erhebliche Kritik daran. Sie befürchten nämlich, dass dieses Gesetz nicht zum Vorteil der Privatsphäre des „normalen Bürgers“ sein wird. Aber warum ist das eigentlich so? Das erklären wir dir in diesem Artikel!
Warum sind Experten besorgt wegen der WGS?
Wenn das Gesetz über Datenverarbeitung und Kooperationsverbünde am 1. März 2025 in Kraft tritt, erhält der Staat plötzlich weitreichende Befugnisse, um eine Vielzahl von Daten der Bürger zu erheben und auszuwerten. Laut der Rechercheplattform „Follow the Money“ bewegt sich dies gefährlich nahe an den Grenzen, die die Verfassung im Bereich des Datenschutzes vorgibt. Experten für Datenschutz und Daten machen sich schon seit längerem Sorgen um die Privatsphäre der Bevölkerung und die immer größere Kontrolle, die der Staat darüber ausübt. Man denke beispielsweise an die digitale ID, die CBDC und die Idee einer europäischen Gesundheitsakte.
Was genau beinhaltet das WGS?
Der Gedanke hinter diesem neuen Gesetzentwurf ist, dass staatliche Stellen im Bereich des Datenaustauschs zusammenarbeiten sollen. In den Niederlanden betrifft dies die Gemeinde, die Polizei, die Staatsanwaltschaft, die Arbeitsagentur (UWV) oder das Finanzamt, aber auch verschiedene Banken und andere Finanzinstitute. Diese Organisationen werden untereinander Daten zu bestimmten Fällen austauschen. Dies geschieht in einigen Situationen bereits seit 2008, doch bisher gab es dafür noch keine gesetzliche Grundlage. Ab März 2025 wird dies nun der Fall sein. Seitdem der Gesetzentwurf im vergangenen Juni an den Senat ging, wurde noch viel daran gefeilt. Dies hat jedoch zur Folge, dass das Gesetz nun strenge Bedingungen für den Informationsaustausch innerhalb von vier Kooperationsverbünden im Gesundheitswesen, in der Justizkette und in der öffentlichen Verwaltung vorsieht. Werden deine Daten zwischen den Organisationen ausgetauscht, wirst du darüber informiert, aber du kannst es nicht verhindern!
Welche negativen Folgen kann das WGS haben?
Experten machen sich natürlich nicht ohne Grund weiterhin Sorgen um die Folgen der neuen Gesetzgebung. Es gab starken Widerstand unter anderem seitens der Gewerkschaft FNV und des Landelijke Cliëntenraad, der Sozialleistungsempfänger vertritt. Sie befürchten neue „Toeslagenaffären“ als Folge des neuen Gesetzes. Daten können zu einer falschen Profilierung eines Bürgers führen. Zudem hat die Person, über die Informationen ausgetauscht werden, keine Möglichkeit, sich zu verteidigen oder Erklärungen abzugeben. Dies kann zu einer falschen Interpretation der Daten und damit auch zu ungerechtfertigten Schlussfolgerungen führen. Auch die niederländische Datenschutzbehörde war unter anderem aus diesem Grund nicht mit dem Gesetzentwurf zufrieden. Dennoch wurde das Gesetz im Juni vom Senat verabschiedet, und inzwischen ist bekannt, dass es am 1. März 2025 in Kraft treten wird.
Kaspersky Security Network
Die Zahlen, die dies belegen, stammen aus der Liste des Kaspersky Security Network. Diese Liste wird bereits seit 2013 geführt, und in diesem Jahr stehen die Niederlande zum ersten Mal an der Spitze. Im Zeitraum von Juli bis einschließlich September 2024 ereigneten sich über die Server in Amerika mehr als 116 Millionen Cybervorfälle. An dritter Stelle folgt Deutschland mit dreizehn Millionen Angriffen. Damit hat die USA einen Anteil von 25 % aller Cyberangriffe weltweit und Deutschland nur 3 %. Vergleichen Sie das also mit den Niederlanden, auf deren Servern im dritten Quartal dieses Jahres 41 % der weltweiten Cyberangriffe stattfanden.
Zunahme von Cybervorfällen in den Niederlanden seit 2022
Laut dem Bericht des Kaspersky Security Network stieg die Zahl der Cybervorfälle auf niederländischen Servern Anfang 2022 plötzlich sprunghaft an. Zu diesem Zeitpunkt belegte die Niederlande den dritten Platz auf der weltweiten Liste der Servermissbräuche. Es dauerte nicht lange, bis unser Land auf den zweiten Platz vorrückte, wobei nur noch die USA mit ihrer hohen Zahl an Cyberangriffen vor ihr lagen. Bis einschließlich des zweiten Quartals 2024 blieb die Niederlande auf dem zweiten Platz, doch im letzten Quartal änderte sich dies. Nach Mitte 2022 ging die Zahl der Angriffe in unserem Land zwar wieder etwas zurück, dennoch standen wir im dritten Quartal auf dem ersten Platz, sogar noch vor den USA.
Die Niederlande sind bei Cyberkriminellen beliebt geworden
Es scheint also, als sei unser Land plötzlich zu einem Paradies für Cyberkriminelle geworden. Vergleicht man nämlich den Anteil der Niederlande im dritten Quartal mit dem von vor drei Jahren, ergibt sich ein prozentualer Unterschied von 36 %. Im Jahr 2021 lag dieser bei 5 % und in diesem Jahr somit bei 41 %. Warum dieser Anstieg so enorm ist, kann der IT-Sicherheitsexperte nicht so schnell erklären. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Cyberangriffe auf niederländische Server wieder um mehr als hundert Millionen. Doch leider scheint es in diesem Jahr wieder einen Anstieg der Vorfälle zu geben, wodurch wir weiterhin an erster Stelle stehen.
Woher stammen diese Daten?
Das Kaspersky Security Network erstellt diese Liste anhand der Daten, die es im Zuge eines Cyberangriffs erhält. Wird ein Kunde des IT-Sicherheitsanbieters online angegriffen, wird die Quelle dieses Angriffs erfasst. Eine WebAntivirus-Komponente ermittelt anschließend den Standort der Bedrohung. Ihre Analyse konzentriert sich auf Malware-Proben, die häufig in mehreren Ländern weltweit gefunden werden. Eine Erklärung für die Spitzenposition der Niederlande könnte unsere Rolle im transatlantischen Internetverkehr sein. Dieser läuft zu einem großen Teil über den Amsterdamer Internet Exchange. Unsere gute Infrastruktur ist für Cyberkriminelle sehr attraktiv, da sie auf diese Weise leicht viele Unternehmen überall auf der Welt erreichen können!
Teilweise Heimarbeit ist bei vielen Unternehmen die neue Norm
Eine Umfrage des Arbeitgeberverbands AWVN zeigt, dass viele Arbeitgeber beabsichtigen, die Arbeit im Homeoffice beizubehalten. Fast alle Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, und sieben von zehn haben nicht vor, die Mitarbeiter zu verpflichten, wieder häufiger ins Büro zu kommen. Die Umfrage wurde unter mehr als 350 Arbeitgebern durchgeführt, die dem Verband angehören. Der Verband gibt zudem an, dass die Hälfte der Arbeitnehmer regelmäßig von zu Hause aus arbeitet und durchschnittlich drei Tage pro Woche ins Büro kommt. 94 % der Arbeitgeber geben an, dass in ihrem Unternehmen von zu Hause aus gearbeitet wird.
Arbeitgeber stehen der Regelung zum Homeoffice positiv gegenüber
Drei von vier Arbeitgebern geben an, dass sie mit der derzeitigen Aufteilung zwischen Homeoffice und Büroarbeit zufrieden sind. Sie merken jedoch an, dass sie sich eine etwas gleichmäßigere Verteilung der Auslastung im Büro wünschen würden. Derzeit herrscht dienstags und donnerstags immer sehr viel Andrang im Büro, während an den übrigen Tagen oft nur wenige Mitarbeiter anwesend sind. Ansonsten sind die Arbeitgeber jedoch sehr zufrieden mit der Regelung der Heimarbeit. Laut dem Arbeitgeberverband AWVN stehen die Arbeitgeber der Heimarbeit so positiv gegenüber, weil in den Niederlanden in den meisten Fällen gute Absprachen über die Arbeit von zu Hause aus getroffen werden. Darüber hinaus erkennen viele Arbeitgeber laut dem Verband die Vorteile der Heimarbeit. Man denke beispielsweise an eine bessere Work-Life-Balance ohne negative Auswirkungen auf die Leistung.
Arbeitgeber gewähren eine Internetpauschale bei Heimarbeit
Aus der Umfrage des AWVN geht zudem hervor, dass jeder dritte Arbeitgeber, also 33 %, einen Beitrag zu den Internetkosten seiner Mitarbeiter leistet. Dies geschieht meist in Form einer Pauschalvergütung, entweder einmalig oder monatlich. Darüber hinaus erwägen 37 % die baldige Einführung einer solchen Regelung. Eine Umfrage von KPN unter mehr als 300 Führungskräften in den Niederlanden bestätigt diese Zahlen.
Alternative zur Internetpauschale bei Heimarbeit
KPN hat kürzlich eine Alternative zum Arbeitgeberzuschuss für Internetkosten eingeführt: „Internet van de Zaak“. Damit können Arbeitgeber ganz einfach festlegen, wie viel sie zu den Internetkosten ihrer Mitarbeiter beitragen möchten. Der Beitrag wird automatisch auf der monatlichen Rechnung des Mitarbeiters verrechnet. Dazu müssen natürlich sowohl der Arbeitgeber als auch der Mitarbeiter Kunden von KPN sein. Die einfache Abwicklung der finanziellen Vergütung ist nicht der einzige Vorteil von „Internet van de Zaak“. Mitarbeiter erhalten über dieses Abonnement auch Zugang zu einem umfassenden Helpdesk, der mehr Unterstützung bietet als nur im Bereich der Internetverbindung. Sollte zu Hause etwas mit der Verbindung schiefgehen, sind die Mitarbeiter dank dieses Helpdesks im Handumdrehen wieder online!
NWO Impact Explorer-Fördermittel
Insgesamt beläuft sich der NWO Impact Explorer-Zuschuss auf 1.000.000 Euro und besteht aus Einzelzuschüssen in Höhe von 20.000 bis 30.000 Euro. Diese Zuschüsse wurden ins Leben gerufen, um Forschern die Möglichkeit zu geben, mit ihrer Forschung einen größeren gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Darüber hinaus sind sie ein geeignetes Mittel, um die Kluft zwischen Theorie und Praxis an den Universitäten zu überbrücken.
Verbesserung der persönlichen Sicherheit
Loe Schlicher ist einer der Forscher, die das Stipendium erhalten haben. Ziel seiner Forschung ist es, die individuelle Sicherheit in den Niederlanden mithilfe mathematischer Modelle zu verbessern. Der Mord an Peter R. de Vries war für ihn der Anlass, sich mit diesem Thema zu befassen. Er arbeitet mit der niederländischen Nationalpolizei zusammen, um den Einsatz von Personenschützern zu optimieren. Das Innovative an seinem Projekt ist, dass er ein „Serious Board Game“ nutzt, um zu demonstrieren, wie effektiv die von ihm entwickelten mathematischen Modelle sind. Er hat sich dafür entschieden, weil es eine gute Möglichkeit ist, Polizei und politische Entscheidungsträger auf interaktive und verständliche Weise in die Forschung einzubeziehen. Er kann Situationen aus dem wirklichen Leben simulieren und so veranschaulichen, wie die mathematischen Modelle die Sicherheit verbessern.
Kostengünstige Fasersensor-Technologie
Die zweite Forscherin ist Andrea Fiore. Sie möchte die Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit von Produktionsprozessen in Reaktoren mithilfe erschwinglicher Fasersensorik verbessern. Ihr Forschungsteam hat sie „FibChem“ genannt und arbeitet derzeit an einem Prototyp für diese Technologie. Das Team konzentriert sich derzeit auf miniaturisierte (bio)chemische Reaktoren und möchte auch andere potenzielle Märkte erschließen. Biochemische Reaktoren sind kompakte Geräte, die chemische Reaktionen auslösen.
Fazit
Mit der Einführung des NWO Impact Explorer-Stipendiums möchte die Regierung mehr Raum für Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung schaffen. Zudem hilft es Universitäten wie der TU/e dabei, die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu überbrücken, da an Universitäten oft wenig Raum für praxisorientiertes Lernen bleibt. Es ist also eine schöne Win-Win-Situation, sowohl für die Studierenden als auch für die Gesellschaft!
Ist das Internet in den Niederlanden zu teuer?
Aufgrund der marktbeherrschenden Stellung von Ziggo und KPN auf dem Internetmarkt zahlen die Niederländer laut dem Verbraucherverband schon seit Jahren zu viel für ihren Internetanschluss. Ihrer Ansicht nach gibt es zahlreiche Anzeichen dafür, dass der Wettbewerb zu gering ist und dies zu viel zu hohen Preisen führt. Die beiden Anbieter halten laut dem Verband derzeit mindestens 75 % des Marktes. KPN ist derzeit damit beschäftigt, sein Kupfernetz durch Glasfaser zu ersetzen. Der Verbraucherverband erklärt, dass dies zur Folge habe, dass Verbraucher letztendlich nur noch zwischen Kabelinternet von Ziggo oder Glasfaser von KPN wählen könnten. Die Preise der Anbieter liegen dicht beieinander, gehören aber auch zu den höchsten in Europa. Andere Anbieter dürfen das Glasfasernetz zwar nutzen, doch auch hier sieht der Verbraucherverband einen Haken.
Nutzung des Glasfasernetzes
Was dem Verbraucherverband auffällt, ist, dass es anderen Anbietern, die das Glasfasernetz von KPN nutzen, nicht gelingt, günstiger zu sein als die KPN-Anbieter. Odido hat beispielsweise zwar einen niedrigeren Tarif als KPN, der im Durchschnitt 6,50 bis 8,50 Euro günstiger ist, aber das Netz von Odido ist wiederum bei weitem nicht überall in den Niederlanden verfügbar. Der Verband verweist auf eine Preisumfrage der Europäischen Kommission, aus der hervorgeht, dass man in den Niederlanden im Durchschnitt 10 Euro mehr für einen 100-Mbit-Vertrag zahlt als im restlichen Europa. In den Niederlanden zahlen wir durchschnittlich 30 Euro pro Monat für einen solchen Vertrag, während der Durchschnittspreis in Schweden bei 17 Euro liegt.
Laut der ACM sind Wechselrabatte ein Beweis für das Funktionieren des Marktes, doch der Verbraucherverband weist darauf hin, dass Verbraucher dennoch nicht schnell den Internetanbieter wechseln. Gründe dafür sind unter anderem der damit verbundene Aufwand, zu geringe Preisvorteile und die Abneigung, eine E-Mail-Adresse aufzugeben.
Fazit des Verbraucherverbands
Der Verbraucherverband kommt in seiner Untersuchung zu dem Schluss, dass der Internetmarkt derzeit durch das Vorgehen von Ziggo und KPN blockiert ist. Dies führt zu immer weniger Auswahl und immer höheren Preisen für die Verbraucher. Der Verbraucherverband fordert die ACM auf, einzugreifen und gegen KPN und Ziggo vorzugehen, damit das Internet in den Niederlanden wieder erschwinglicher wird. Ziggo und KPN haben sich bislang noch nicht zu dieser Situation geäußert.