Derzeit ist dies in vielen Dörfern und Stadtvierteln ein vertrautes Bild: Gruppen von Technikern, die überall so schnell wie möglich Glasfaserkabel verlegen. An vielen Orten sind die Straßen aufgerissen, oft zum Ärger der Anwohner. Und durch die Eile, die dabei offenbar herrscht, geht beim Graben und Verlegen der Kabel auch schon mal etwas schief. Man denke beispielsweise an beschädigte Wasserleitungen und Schäden an Straßen und Gehwegen. Der Grund? Ein heftiger Wettbewerb beim Glasfaserausbau zwischen verschiedenen Anbietern!
Wettbewerb zwischen Glasfaseranbietern
Es herrscht eindeutig ein harter Wettbewerb zwischen verschiedenen Glasfaseranbietern. An manchen Stellen wird die Straße wöchentlich aufgerissen. Manchen Anbietern ist es sogar egal, ob dort bereits Glasfaserkabel eines anderen Anbieters verlegt sind – sie verlegen ihre einfach daneben. Wir können uns vorstellen, dass du dich jetzt fragst: Aber ist das denn einfach so erlaubt? Ja, laut europäischer Gesetzgebung darf jeder, der das möchte, Glasfaser verlegen, auch wenn bereits Kabel eines anderen Anbieters verlegt sind. Es sind nicht nur die bekannten, größeren Unternehmen, die miteinander konkurrieren, wie KPN und Ziggo. Es sind auch neue Unternehmen hinzugekommen, die sich ausschließlich auf Glasfaser konzentrieren, wie beispielsweise Glaspoort. Dadurch nimmt der Wettbewerb bei der Verlegung von Glasfaserkabeln zu.
Belästigungen so weit wie möglich begrenzen
Das neue Unternehmen Glaspoort verlegt ausschließlich Glasfaserkabel und hat sich zum Ziel gesetzt, die gesamten Niederlande mit Glasfaser zu versorgen. Derzeit liegt die Abdeckung bei 35 %, und das Unternehmen hofft, sein Ziel bis 2028 zu erreichen, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilt. Das Unternehmen arbeitet mit 22 verschiedenen Anbietern von Glasfaser-Abonnements zusammen. Da Glaspoort selbst keine Verträge anbietet, ist das Unternehmen weniger vom Wettbewerb im Glasfaserbereich betroffen. Für Glaspoort ist dies nur von Vorteil, da es dadurch mehr Kabel verlegen kann. Der Sprecher weist auch darauf hin, dass sie ihr Bestes tun, um Beeinträchtigungen zu vermeiden, indem sie die Gehwege beim Verlegen der Glasfaserkabel so kurz wie möglich offen halten. Dennoch geben viele Menschen an, dass es sie stört, dass die Gehwege ständig für die Verlegung von Glasfaserkabeln aufgerissen sind.
Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen den einzelnen Anbietern?
Gibt es eigentlich einen großen Unterschied zwischen den Glasfaserverbindungen verschiedener Anbieter? Diese Frage wird von Verbrauchern oft gestellt, was natürlich auch verständlich ist. Bei den Kabeln, die im Boden verlegt werden, gibt es kaum Unterschiede. Was in manchen Fällen jedoch unterschiedlich ist, ist die Technik, die ein Anbieter für sein Glasfasernetz nutzt. Auf jeden Fall ist es eine gute Sache, dass es im Bereich Glasfaser mehr Wettbewerb für die großen Anbieter gibt, da die Preise derzeit unnötig hoch sind. KPN und Ziggo haben ihre Preise aufgrund des mangelnden Wettbewerbs im Glasfaserbereich immer weiter erhöht, aber das wird hoffentlich bald ein Ende haben. Die großen Anbieter verlieren nämlich immer mehr Abonnenten an Newcomer auf dem Glasfasermarkt. Das liegt oft daran, dass Wettbewerber einen besseren Preis für dasselbe Produkt anbieten.
Welcher Glasfaseranbieter ist am günstigsten?
Dank des Wettbewerbs im Glasfaserbereich sinken die Durchschnittspreise für Verträge. Allerdings sinken die Preise bei dem einen Anbieter natürlich stärker als bei dem anderen. Außerdem unterscheiden sich die Preise oft auch je nach Stadtteil oder Region. Wenn du einen neuen Glasfaser-Vertrag abschließen möchtest, empfehlen wir dir daher auf jeden Fall, verschiedene Anbieter sorgfältig zu vergleichen. Überlege dir außerdem, was du in deinem Haushalt wirklich brauchst und was überflüssig ist. Mit Glasfaser kannst du nämlich extrem schnelles Internet nutzen, aber wenn du es nicht brauchst, zahlst du eigentlich auch zu viel. Und das ist natürlich schade!