verfasst von am 29. August 2024
Glasfasernetz der Verteidigung

Glasfasertechnik wird heutzutage in fast allen Branchen in irgendeiner Form eingesetzt. Wir haben bereits in einem früheren Blogbeitrag ausführlich erläutert, warum Glasfaser für das Gesundheitswesen wichtig ist, aber auch für eine Organisation wie das Verteidigungsministerium ist Konnektivität von entscheidender Bedeutung. Die Streitkräfte verfügen sogar über eine spezielle Verbindungseinheit, die für den Aufbau und die Wartung aller Einrichtungen zuständig ist, die Verbindungen im In- und Ausland ermöglichen. In diesem Artikel erzählen wir Ihnen alles über das Glasfasernetz des Verteidigungsministeriums!


3500 Kilometer Glasfasernetz für das Verteidigungsministerium  

Nicht weniger als sieben Teams arbeiten an der Konnektivität und den Verbindungen des Verteidigungsministeriums, die über ein Glasfasernetz mit einer Länge von mindestens 3500 Kilometern realisiert werden. Insgesamt bestehen diese Teams aus 140 festangestellten Mitarbeitern sowie einem Pool von 20 bis 60 Aushilfskräften. Für den Aufbau der physischen Infrastruktur, also der Glasfaserkabel, ist das Team „Cable Management“ zuständig. Für die endgültige Verbindung zwischen allen Standorten des Verteidigungsministeriums ist das Team „Wide Area Network“ verantwortlich. Sind Austausch oder Reparaturen an den Kabeln oder Geräten erforderlich, steht das Ingenieurteam von „Field Services“ bereit. Das private Netzwerk des Verteidigungsministeriums ist als „Netherlands Armed Forces Integrated Network“ bekannt.  

Nicht nur für das Verteidigungsministerium  

Das Verteidigungsministerium ist nicht die einzige Organisation, die das Glasfasernetz nutzt. Es gibt verschiedene staatliche Einrichtungen, die ebenfalls Zugang zum Netherlands Armed Forces Integrated Network haben. Für Verbindungen ins Ausland, beispielsweise zu Einsatzgebieten, verfügt das Verteidigungsministerium über das Team Satellitenkommunikation. Die verschiedenen HF-, VHF- und UHF-Verbindungen für die Luftwaffe, die Marine und die Küstenwache werden vom Team „Radiosysteme“ von verschiedenen Sende- und Empfangsstandorten aus gewartet. Und schließlich gibt es noch das Team NARFA NL, das die gesamte Frequenznutzung im Militärband koordiniert.  

NAFIN gibt es schon seit fast 30 Jahren 

Das Netherlands Armed Forces Integrated Network besteht mittlerweile seit fast 30 Jahren. Das Netzwerk verbindet 180 Standorte des Verteidigungsministeriums miteinander und tritt an 250 Stellen an die Oberfläche. Die Standorte, die nicht vom Verteidigungsministerium genutzt werden, stehen Partnern wie der Polizei, der NATO in Belgien und Deutschland sowie den Ministerien in Den Haag zur Verfügung. Für diese ist dieses Netzwerk natürlich ideal, da es äußerst stabil und sicher ist. Alles ist doppelt ausgeführt, sodass bei einer Störung immer noch ein Backup-Kabel zur Verfügung steht. Dadurch kann der Betrieb ganz normal weiterlaufen. Darüber hinaus arbeitet ein Team rund um die Uhr daran, Störungen und Defekte zu verhindern. So wird das Risiko so gering wie möglich gehalten!