Es scheint, als sei die niederländische Regierung dabei, eine eigene Cloud für sensible Daten einzurichten. Diese Cloud soll die derzeitigen öffentlichen Cloud-Dienste ersetzen, die die Regierung nutzt. Der Staatssekretär für Digitalisierung, Szabó, arbeitet derzeit aktiv daran. Dies ist eine Reaktion auf den Wunsch der Zweiten Kammer, die digitale Autonomie der niederländischen Regierung zu stärken und die Abhängigkeit von Dritten zu verringern. Aber wie wird diese eigene Cloud aussehen?
Antrag der Zweiten Kammer zur eigenen Cloud der Regierung
Das plötzliche Interesse der Regierung an einer eigenen Cloud ist zum Teil auf drei Anträge aus der Zweiten Kammer zurückzuführen. In diesen Anträgen macht die Zweite Kammer deutlich, dass sie sich mehr Unabhängigkeit und Autonomie für die niederländische Regierung im Bereich der Digitalisierung wünscht. Derzeit nutzt die Regierung unseres Landes Cloud-Dienste amerikanischer Tech-Giganten. Dadurch entsteht natürlich eine starke Abhängigkeit von den USA im Bereich der Datensicherheit und -speicherung. Dies möchte die Zweite Kammer so schnell wie möglich ändern.
Ein kompletter Kurswechsel ist nicht möglich
Szabó stimmt der Auffassung der Zweiten Kammer zu, dass es nicht gut ist, vollständig von den Vereinigten Staaten und großen Technologieunternehmen wie Microsoft abhängig zu sein. Er weist jedoch darauf hin, dass es nicht möglich ist, die Migration der staatlichen IT auf amerikanische Cloud-Dienste sofort vollständig zu stoppen. Dies könnte nämlich die Kontinuität der Dienstleistungen für die niederländische Bevölkerung gefährden. Darüber hinaus weist Szabó darauf hin, dass es nicht in seinen Aufgabenbereich als Staatssekretär fällt, einzelne Migrationen zu genehmigen oder abzulehnen.
Handelsabkommen berücksichtigen
Obwohl Szabó mit dem Unterhaus darin übereinstimmt, dass die Niederlande nicht zu abhängig von bestimmten Parteien werden dürfen, rät er davon ab, europäischen Unternehmen zwingend Vorrang einzuräumen. Dies würde nämlich gegen das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen und die globalen Handelsabkommen verstoßen. Er ist jedoch bereit, Open Source zu fördern, wo dies möglich ist. Die Niederlande arbeiten derzeit gemeinsam mit Behörden anderer Länder, darunter Frankreich und Deutschland, an einer Lösung für einen Open-Source-Arbeitsplatz. Dieses Projekt startet in diesem Quartal!