verfasst von am 15. August 2024
TU-Fördermittel für Glasfaser

Zwei Forschern der TU/e wurden kürzlich NWO-Impact-Explorer-Stipendien für Fortschritte bei mathematischen Sicherheitsmodellen und der Glasfasersensorik angeboten. Auf diese Weise soll an der Technischen Universität eine Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlagen werden. Ziel ist es, Entwicklungen in der Glasfasertechnik und im Bereich der Personensicherheit voranzutreiben!


NWO Impact Explorer-Fördermittel

Insgesamt beläuft sich der NWO Impact Explorer-Zuschuss auf 1.000.000 Euro und besteht aus Einzelzuschüssen in Höhe von 20.000 bis 30.000 Euro. Diese Zuschüsse wurden ins Leben gerufen, um Forschern die Möglichkeit zu geben, mit ihrer Forschung einen größeren gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Darüber hinaus sind sie ein geeignetes Mittel, um die Kluft zwischen Theorie und Praxis an den Universitäten zu überbrücken.  

Verbesserung der persönlichen Sicherheit  

Loe Schlicher ist einer der Forscher, die das Stipendium erhalten haben. Ziel seiner Forschung ist es, die individuelle Sicherheit in den Niederlanden mithilfe mathematischer Modelle zu verbessern. Der Mord an Peter R. de Vries war für ihn der Anlass, sich mit diesem Thema zu befassen. Er arbeitet mit der niederländischen Nationalpolizei zusammen, um den Einsatz von Personenschützern zu optimieren. Das Innovative an seinem Projekt ist, dass er ein „Serious Board Game“ nutzt, um zu demonstrieren, wie effektiv die von ihm entwickelten mathematischen Modelle sind. Er hat sich dafür entschieden, weil es eine gute Möglichkeit ist, Polizei und politische Entscheidungsträger auf interaktive und verständliche Weise in die Forschung einzubeziehen. Er kann Situationen aus dem wirklichen Leben simulieren und so veranschaulichen, wie die mathematischen Modelle die Sicherheit verbessern.  

Kostengünstige Fasersensor-Technologie  

Die zweite Forscherin ist Andrea Fiore. Sie möchte die Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit von Produktionsprozessen in Reaktoren mithilfe erschwinglicher Fasersensorik verbessern. Ihr Forschungsteam hat sie „FibChem“ genannt und arbeitet derzeit an einem Prototyp für diese Technologie. Das Team konzentriert sich derzeit auf miniaturisierte (bio)chemische Reaktoren und möchte auch andere potenzielle Märkte erschließen. Biochemische Reaktoren sind kompakte Geräte, die chemische Reaktionen auslösen.  

Fazit  

Mit der Einführung des NWO Impact Explorer-Stipendiums möchte die Regierung mehr Raum für Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung schaffen. Zudem hilft es Universitäten wie der TU/e dabei, die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu überbrücken, da an Universitäten oft wenig Raum für praxisorientiertes Lernen bleibt. Es ist also eine schöne Win-Win-Situation, sowohl für die Studierenden als auch für die Gesellschaft!