Mit dem Aufkommen der künstlichen Intelligenz hat sich in unserem Alltag bereits einiges verändert. Mehr, als uns oft bewusst ist. Insgeheim hat sie also einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft und Entwicklung, auch im kulturellen Bereich. Kulturelle Entwicklung war in den Niederlanden schon immer ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung, aber welchen Einfluss hat KI auf die kulturelle Entwicklung in unserem Land?
Der Einsatz von KI im Kultursektor
Künstliche Intelligenz eröffnet viele neue Möglichkeiten, auch im Kultursektor. Der Kulturerbesektor nutzt KI derzeit bereits in großem Umfang, beispielsweise um handschriftliche Briefe durchsuchbar zu machen, zur Gesichtserkennung in audiovisuellem Material, um bestimmte Bildaufnahmen leichter finden zu können, und um neue Verbindungen zwischen europäischen Archiven herzustellen. Aber auch im Kulturbereich kann KI natürlich für viele Dinge eingesetzt werden:
- Mehrwert für das Publikum oder die Organisation: KI kann dazu beitragen, das kulturelle Angebot für das Publikum zugänglicher zu machen. Dies kann beispielsweise durch Untertitel oder automatische Übersetzungen geschehen . Organisationen können KI einsetzen, um Besucherzahlen genau zu schätzen und ihren Personaleinsatz entsprechend anzupassen, wodurch sie erhebliche Kosten einsparen können.
- Automatisierung und Optimierung von Arbeitsprozessen: Mithilfe künstlicher Intelligenz kann ein Unternehmen zahlreiche Arbeitsprozesse automatisieren, was zu Kosteneinsparungen und einer effizienteren Arbeitsweise führt. Beispiele hierfür sind die automatische Übersetzung von Flyern, die Bearbeitung von Videos und Fotos sowie die Beantwortung von Kundenanfragen über einen Chatbot. Viele kulturelle Einrichtungen sind unterbesetzt und müssen auf ihre Kosten achten, daher wäre dies eine hervorragende Lösung!
- Neue Produkte anbieten: Künstliche Intelligenz ist ein nützliches Hilfsmittel für die Entwicklung neuer Produkte. Kreative können sie beispielsweise als Inspiration nutzen, um neue Musik zu komponieren, ein Gemälde digital zu restaurieren oder innerhalb ihrer eigenen Sammlung neue Zusammenhänge herzustellen und so wiederum neue Inhalte zu schaffen.
- Verbesserung des Besuchererlebnisses: Der Kultursektor kann KI einsetzen, um sein Publikum besser zu bedienen, was zu einem besseren Erlebnis führt. Beispiele hierfür sind personalisierte digitale interaktive Rundgänge und Führungen mithilfe von Apps sowie personalisierte Angebote auf den Plattformen kultureller Einrichtungen.
Welchen negativen Einfluss hat KI auf die kulturelle Entwicklung?
Wir haben nun eine Reihe positiver Aspekte genannt, die künstliche Intelligenz für den Kultursektor mit sich bringt, aber natürlich gibt es auch einige Herausforderungen, die dem entgegenstehen. So ist die Qualität der von KI erzeugten Ergebnisse manchmal noch fragwürdig, zumal wir oft nicht wissen, woher die Informationen genau stammen und ob sie daher überhaupt korrekt sind. Außerdem müssen Kreative auf Urheberrechte achten, auch wenn man ein KI-Sample nur als Inspiration nutzt. Schließlich kann KI Informationen aus einem urheberrechtlich geschützten Werk beziehen. Und die größte Herausforderung, der wir derzeit beim Einsatz künstlicher Intelligenz gegenüberstehen, ist, dass sie oft auf Vorurteilen basiert.
KI und Vorurteile
Der Einsatz solcher Technologien kann letztendlich also zu einer Verstärkung bestimmter Vorurteile führen – ein Einfluss, den wir bei KI natürlich nicht wollen, da er der kulturellen Entwicklung oft im Wege steht. Viele generative KI-Tools weisen beispielsweise eine amerikanische und europäische Voreingenommenheit auf. Das bedeutet, dass die von der KI generierten Inhalte oft nicht repräsentativ für Menschen aus aller Welt sind. Die Art und Weise, wie KI trainiert wird, bestimmt, welche Ergebnisse sie liefert. Verwendet man ausschließlich Informationen, die Vorurteile gegenüber einer bestimmten ethnischen Gruppe oder einem bestimmten Geschlecht enthalten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die KI diskriminierende Ergebnisse liefert. Dies ist einer der Gründe, warum Unternehmen noch zögern, KI in ihren Rekrutierungsprozess einzubinden. Glücklicherweise werden bereits Schritte unternommen, um diese Herausforderung anzugehen, beispielsweise das Trainieren der KI mit vielfältigeren Datensätzen. In Zukunft können wir künstliche Intelligenz also auch vorurteilsfrei gestalten!