Mehr Redundanz und Abbau der Monokultur
In den Niederlanden herrscht nach wie vor eine Monokultur im Bereich der Internetnetze und Glasfaserkabel. Das bedeutet, dass viele Netzwerke über keine Ersatzkabel oder -systeme für den Fall einer Störung oder Sabotage verfügen. Dies ist in unserem Land im digitalen Bereich noch immer weit verbreitet. Die Monokultur führt nun zu großen Risiken im finanziellen und digitalen Bereich. Wenn Sabotage an Seekabeln stattfindet, können wichtige Netzwerke einfach ausfallen, da sie keine Ausweichmöglichkeiten haben. Dieses Problem wurde natürlich schon vor einiger Zeit sehr deutlich, als Flughäfen und Krankenhäuser durch das Update des Antivirenprogramms von Microsoft lahmgelegt wurden.
Wie sorgt man für mehr Redundanz?
Nun stellt sich natürlich die Frage: Wie sorgt man dann für mehr Redundanz in den Niederlanden? Laut dem politischen Berater Marijn van Vliet wäre es gut, wenn wir uns ein Beispiel an Deutschland nehmen würden. Dort sorgt das Zentrum für digitale Souveränität (ZenDiS) dafür, dass die Regierung weniger anfällig ist. Diese Initiative sorgt auch dafür, dass verstärkt Open-Source-Software zum Einsatz kommt. Dank ZenDiS verfügt die deutsche Regierung über eine Exit-Strategie – genau das fehlt uns in unserem Land derzeit leider. Dank dieser Initiative können öffentliche Einrichtungen jederzeit auf eine Alternative zurückgreifen. Das macht die Einrichtungen unabhängiger und somit auch sicherer!
Das geht doch auch in den Niederlanden, oder?
Ja, das müsste also sicherlich auch in den Niederlanden möglich sein. Die gesamte Open-Source-Software wird miteinander verknüpft, anschließend werden Wartung und Patches an einen Dienstleister ausgelagert und das Hosting übernimmt ein Cloud-Anbieter. Das Ministerium für Inneres und Königreichsbeziehungen muss dies in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium in Angriff nehmen. Aber neben diesem Problem haben wir natürlich auch noch die anfälligen Seekabel bei den Niederländischen Antillen. In diesem Gebiet gibt es nur zwei Glasfaserkabelrouten, die beide denselben Anbieter haben. Wenn hier etwas schiefgeht, liegt die gesamte Karibik lahm. Hier muss also eigentlich ein zusätzliches Kabel verlegt werden. Das Verteidigungsministerium führt derzeit Gespräche mit DINL über die physische Sicherung der Seekabel.
Was bietet ChatGPT Search zusätzlich, um mit Google zu konkurrieren?
ChatGPT wurde natürlich schon länger genutzt, um auf ähnliche Weise zu suchen, wie wir es bei Google tun würden. Die Möglichkeiten waren dabei jedoch noch begrenzt. Die Suchfunktion lieferte beispielsweise noch keine Links zu externen Quellen, und die Suchergebnisse wurden ausschließlich in Textform angezeigt. ChatGPT Search liefert nicht nur Antworten in Textform, sondern auch Links zu externen Quellen, die für Ihre Frage relevant sind, und, wo möglich, sogar Fotos, Bilder und visuelle Daten, beispielsweise in Form von Grafiken oder Tabellen. Dies macht die Anwendung zu einem weitaus größeren Konkurrenten für Google, als sie es zuvor war.
ChatGPT Search ist ein KI-Chatbot mit Quellenangabe
ChatGPT bietet also tatsächlich einen Mehrwert gegenüber Google, genau wie der KI-Bot Perplexity. Man erhält nämlich nicht nur eine Antwort auf seine Frage, sondern auch eine vollständige Quellenangabe mit verschiedenen Links, sodass man überprüfen kann, ob die Antwort tatsächlich stimmt. Das löst bereits ein wichtiges Problem, das man bei der Nutzung von ChatGPT hat, nämlich dass man nie sicher sein kann, ob die Antwort, die es gibt, auch stimmt und woher es die Informationen bezieht. OpenAI teilte außerdem kürzlich mit, dass sie eine Zusammenarbeit mit einer Reihe von Unternehmen eingegangen sind, um aktuelle Informationen zu Themen wie Wetter, Sportergebnisse, Standorte und Nachrichten bereitstellen zu können.
Ab wann steht ChatGPT Search allen Nutzern zur Verfügung?
Laut OpenAI ist ihre Suchfunktion nun für die breite Öffentlichkeit bereit, aber wann können wir alle ChatGPT Search nutzen? Im Prinzip ab sofort! Du kannst ChatGPT selbst als Standard-Suchmaschine festlegen, wenn du möchtest, anstelle von Google. Im Google Chrome-Browser kannst du hierfür eine Erweiterung installieren. Die Suchfunktion wird auf der ChatGPT-Website und in allen Apps verfügbar sein. Wenn du auf der Warteliste für ChatGPT Search standest oder ein ChatGPT Plus- oder Team-Konto hast, kannst du die neue Funktion sofort nutzen. Wenn du ein Enterprise- oder Edu-Konto hast, wird die Funktion in den kommenden Wochen für dich verfügbar sein. Als kostenloser Nutzer musst du noch ein paar Monate warten, aber letztendlich kann also jeder ChatGPT Search anstelle von Google nutzen, wenn er möchte!
Kaspersky Security Network
Die Zahlen, die dies belegen, stammen aus der Liste des Kaspersky Security Network. Diese Liste wird bereits seit 2013 geführt, und in diesem Jahr stehen die Niederlande zum ersten Mal an der Spitze. Im Zeitraum von Juli bis einschließlich September 2024 ereigneten sich über die Server in Amerika mehr als 116 Millionen Cybervorfälle. An dritter Stelle folgt Deutschland mit dreizehn Millionen Angriffen. Damit hat die USA einen Anteil von 25 % aller Cyberangriffe weltweit und Deutschland nur 3 %. Vergleichen Sie das also mit den Niederlanden, auf deren Servern im dritten Quartal dieses Jahres 41 % der weltweiten Cyberangriffe stattfanden.
Zunahme von Cybervorfällen in den Niederlanden seit 2022
Laut dem Bericht des Kaspersky Security Network stieg die Zahl der Cybervorfälle auf niederländischen Servern Anfang 2022 plötzlich sprunghaft an. Zu diesem Zeitpunkt belegte die Niederlande den dritten Platz auf der weltweiten Liste der Servermissbräuche. Es dauerte nicht lange, bis unser Land auf den zweiten Platz vorrückte, wobei nur noch die USA mit ihrer hohen Zahl an Cyberangriffen vor ihr lagen. Bis einschließlich des zweiten Quartals 2024 blieb die Niederlande auf dem zweiten Platz, doch im letzten Quartal änderte sich dies. Nach Mitte 2022 ging die Zahl der Angriffe in unserem Land zwar wieder etwas zurück, dennoch standen wir im dritten Quartal auf dem ersten Platz, sogar noch vor den USA.
Die Niederlande sind bei Cyberkriminellen beliebt geworden
Es scheint also, als sei unser Land plötzlich zu einem Paradies für Cyberkriminelle geworden. Vergleicht man nämlich den Anteil der Niederlande im dritten Quartal mit dem von vor drei Jahren, ergibt sich ein prozentualer Unterschied von 36 %. Im Jahr 2021 lag dieser bei 5 % und in diesem Jahr somit bei 41 %. Warum dieser Anstieg so enorm ist, kann der IT-Sicherheitsexperte nicht so schnell erklären. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Cyberangriffe auf niederländische Server wieder um mehr als hundert Millionen. Doch leider scheint es in diesem Jahr wieder einen Anstieg der Vorfälle zu geben, wodurch wir weiterhin an erster Stelle stehen.
Woher stammen diese Daten?
Das Kaspersky Security Network erstellt diese Liste anhand der Daten, die es im Zuge eines Cyberangriffs erhält. Wird ein Kunde des IT-Sicherheitsanbieters online angegriffen, wird die Quelle dieses Angriffs erfasst. Eine WebAntivirus-Komponente ermittelt anschließend den Standort der Bedrohung. Ihre Analyse konzentriert sich auf Malware-Proben, die häufig in mehreren Ländern weltweit gefunden werden. Eine Erklärung für die Spitzenposition der Niederlande könnte unsere Rolle im transatlantischen Internetverkehr sein. Dieser läuft zu einem großen Teil über den Amsterdamer Internet Exchange. Unsere gute Infrastruktur ist für Cyberkriminelle sehr attraktiv, da sie auf diese Weise leicht viele Unternehmen überall auf der Welt erreichen können!
Ransomware ist und bleibt eine der größten Cyberbedrohungen
Ransomware stellt schon seit Jahren eine große Bedrohung dar, und auch heute noch bleibt dies ein großes Risiko. Die Zahl der Fälle, in denen Menschen Opfer von Ransomware werden, ist nicht unbedingt gestiegen, aber Cyberkriminelle haben neue Wege gefunden, um Menschen damit zu betrügen. Kriminelle kombinieren Ransomware mit Datenexfiltration und drohen anschließend damit, sensible Informationen zu veröffentlichen. Für Unternehmen, die mit sensiblen Daten arbeiten, ist es daher jetzt besonders wichtig, für eine gute Absicherung ihrer Systeme zu sorgen. Hacker missbrauchen zudem immer häufiger legitime Tools innerhalb von Systemen, um unter dem Radar zu bleiben. Es wird also immer schwieriger, sie aufzuspüren.
Social Engineering wird immer einfallsreicher
Auch Social Engineering kommt nach wie vor häufig vor. Phishing ist eine der häufigsten Formen von Social Engineering. Vor allem Unternehmen sind davon zunehmend betroffen, da sich gefälschte E-Mails immer schwerer von echten unterscheiden lassen. Cyberkriminelle nutzen heutzutage KI, um die E-Mails so echt wie möglich aussehen zu lassen. Über diese E-Mails versuchen sie, Zugriff auf Unternehmensdaten oder Zahlungen zu erlangen. Als Unternehmen ist es daher ratsam, Ihre Mitarbeiter darauf zu sensibilisieren, gefälschte E-Mails herauszufiltern. So beugen Sie einer Menge Ärger vor!
Malware ist immer schwerer zu erkennen
Malware ist natürlich auch kein neues Phänomen im Bereich der Cyberkriminalität. Allerdings wird sie immer schwerer zu erkennen, was die Gefahr natürlich erhöht. Fortgeschrittene Cyberkriminelle bieten mittlerweile sogar Malware-as-a-Service an. Kriminelle mit geringeren technischen Kenntnissen können auf diese Weise dennoch problemlos Angriffe auf Unternehmen starten. Außerdem wird Malware immer intelligenter und damit besser darin, der Erkennung zu entgehen. Dazu werden polymorphe Techniken eingesetzt, die es der Malware ermöglichen, ihre Form zu verändern, um Antivirensoftware zu umgehen.
Die Manipulation von Informationen mithilfe von KI ist eine der größten neuen Cyberbedrohungen
Leider hat KI Cyberkriminellen viele Türen geöffnet. Es ist einfacher geworden, Menschen zu manipulieren und zu belügen, indem Informationen mithilfe künstlicher Intelligenz verfälscht werden. So ist es beispielsweise möglich, die Stimme einer Person mit KI nachzuahmen. Wenn du denkst, dass du mit einem Familienmitglied oder einem guten Freund telefonierst, der dich um Geld bittet, könnte es sich dabei um einen Cyberkriminellen handeln. Außerdem wird mithilfe von KI eine Menge Desinformation verbreitet, um die Standpunkte und Denkweisen von Menschen zu manipulieren. Erhältst du einen verdächtigen Anruf von jemandem, den du zu kennen glaubst? Sei wachsam und gehe nicht zu schnell auf alles ein!
DDoS-Angriffe sind ein Albtraum für Unternehmen
Ein DDoS-Angriff war schon immer etwas, das jedes Unternehmen fürchtet, doch mittlerweile ist dieses Risiko weitaus größer geworden als je zuvor. Es ist die am häufigsten gemeldete Bedrohung, sogar noch vor Ransomware. Auch hier fällt auf, dass Cyberkriminelle immer häufiger anbieten, DDoS-Angriffe gegen Bezahlung für andere durchzuführen. Dadurch steigt das Risiko groß angelegter Angriffe erheblich. Dies macht DDoS-Angriffe derzeit zu einer der größten Cyberbedrohungen.
Datenschutzverletzungen und Angriffe auf Lieferketten
Schließlich nimmt die Gefahr von Datenlecks in diesem Jahr enorm zu. Denn Angreifer gehen dabei viel gezielter vor. Oft üben sie auch mehr Druck auf Unternehmen aus, beispielsweise indem sie damit drohen, bestimmte Daten zu veröffentlichen. Dies führt dazu, dass Unternehmen im Falle eines Cyberangriffs oder eines Datenlecks weniger schnell Anzeige bei der Polizei erstatten. Cyberkriminelle entscheiden sich zudem immer häufiger dafür, Unternehmen über deren Lieferkette anzugreifen. Dies tun sie beispielsweise durch das Fälschen von E-Mails eines Lieferanten, wodurch sie sich sofort Zugang zum gesamten Netzwerk dieses Lieferanten verschaffen.
Fazit: Seien Sie auf der Hut vor den derzeit größten Cyberbedrohungen
Im vergangenen Jahr sind also nicht unbedingt neue Formen der Cyberkriminalität hinzugekommen. Vielmehr haben die bestehenden Bedrohungen durch neue Techniken und deren Weiterentwicklung an Ausmaß zugenommen. Dadurch sind Angriffe schwerer zu erkennen und Bedrohungen ebenfalls schwieriger zu identifizieren. Angesichts der rasanten Veränderungen im Bereich der Cyberkriminalität ist es für jedes Unternehmen wichtig, sich über die aktuellen Bedrohungen auf dem Laufenden zu halten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Man kann bei den derzeit größten Cyberbedrohungen nie vorsichtig genug sein!
Warnung der AP
Die niederländische Datenschutzbehörde (AP) weist in ihrer „Sektorpolitik für den öffentlichen Sektor“ auf diese Gefahr hin, der Behörden derzeit ausgesetzt sind. Dabei geht es nicht nur um die Gefahr einer zu starken Abhängigkeit von einem Datenverarbeiter, sondern auch um alle Entwicklungen, die sich im öffentlichen Sektor im Bereich des Datenschutzes vollziehen. Für die Bevölkerung scheint es oft so, als hätten Behörden noch immer Schwierigkeiten, die Datenschutzgesetze einzuhalten. Dafür werden sie gelegentlich von der AP gerügt. Einer der Kritikpunkte ist, dass es oft zu lange dauert, bis Mängel behoben werden, wenn die AP Schwachstellen in den Systemen von Behörden entdeckt. Gründe hierfür sind veraltete IT-Systeme, mangelndes Wissen, unzureichende Priorisierung oder sogar eine Kombination all dieser Faktoren. Dadurch dauert es manchmal viel zu lange, bis Datenlecks oder ähnliche Probleme behoben werden.
Der Regierung fehlt es an viel Wissen
Das größte Problem ist also eigentlich ein erheblicher Wissensmangel bei den Behörden. Dadurch dauert es zu lange, bis veraltete Systeme ersetzt und Probleme gelöst werden. Auch die Kenntnisse über das Datenschutzgesetz sind oft noch unzureichend, insbesondere bei Führungskräften. Wenn Verstöße gegen die DSGVO auftreten, ist dies häufig auf mangelndes Wissen zurückzuführen. Die niederländische Datenschutzbehörde (AP) hat kürzlich ihre Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der DSGVO durch die Steuerbehörde geäußert. Aus diesem Grund wird die Behörde diese Stelle in der kommenden Zeit genauer unter die Lupe nehmen.
Die Auswirkungen generativer KI auf die Einhaltung der DSGVO
Leider gibt es immer noch viele Behörden, die glauben, sie müssten sich nicht umfassend mit Datenschutzfragen auseinandersetzen. Die niederländische Datenschutzbehörde (AP) ist derzeit sehr besorgt über die Auswirkungen, die generative KI auf die Einhaltung der DSGVO in der öffentlichen Verwaltung haben wird. Viele Gemeinden haben bereits angekündigt, damit experimentieren zu wollen, doch dies kann erhebliche Folgen haben. Zumal viele Gemeinden es versäumen, vor Beginn der Experimente gründliche Untersuchungen durchzuführen.
Einhaltung des verschärften Telekommunikationsgesetzes
Was hat sich denn eigentlich im vergangenen Jahr am Telekommunikationsgesetz geändert? Das wollen wir Ihnen erklären. Das Telekommunikationsgesetz wurde im vergangenen Jahr um eine Melde- und Sorgfaltspflicht für Internetanbieter und Unternehmen, die andere Telekommunikationsdienste anbieten, ergänzt. Durch diese Änderungen tragen Internetanbieter mehr Verantwortung für die Erkennung von Cyberbedrohungen und die Gewährleistung der digitalen Widerstandsfähigkeit. Abgesehen von den neuen Verpflichtungen sagen die Verschärfungen auch etwas über die Vorbereitungen auf die NIS2-Richtlinie, also das Cybersicherheitsgesetz, aus.
Was beinhalten die Melde- und Fürsorgepflicht?
Die Meldepflicht bedeutet, dass Internetanbieter verpflichtet sind, eventuelle Störungen oder andere Probleme so schnell wie möglich dem RDI zu melden. Auch Sicherheitsvorfälle müssen unverzüglich gemeldet werden, damit das RDI sicher sein kann, dass die richtigen Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten ergriffen werden. Die Sorgfaltspflicht besagt, dass ein Internetanbieter „geeignete technische und organisatorische Maßnahmen ergreift, um die Sicherheit und Kontinuität der Dienste zu gewährleisten“. Ziel der strengeren Gesetzgebung ist es, Sicherheitsrisiken so weit wie möglich zu minimieren und sicherzustellen, dass die Dienste eines Anbieters nach einer Störung oder einem anderen Vorfall so schnell wie möglich wiederhergestellt werden können. Da Vorfälle schnell gemeldet werden, können Sicherheitsmaßnahmen verbessert werden und man erhält mehr Einblick in Cyberbedrohungen.
Vorbereitungen für die NIS2-Richtlinie treffen
Neben den neuen Pflichten, die für Internetanbieter hinzukommen, wird die RDI bei den Inspektionen auch die Vorbereitungen auf die NIS2-Richtlinie prüfen, die in den Niederlanden als „Cyberbeveiligingswet“ (Cybersicherheitsgesetz) umgesetzt wird. Es handelt sich um eine technologische Richtlinie, die von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft getreten, dies wird jedoch voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen. Die Richtlinie stellt strengere Anforderungen an die Sicherheit von Netz- und Informationssystemen. Bei den Inspektionen müssen Internetanbieter daher damit rechnen, gefragt zu werden, wie sie sich bereits jetzt auf das Cybersicherheitsgesetz vorbereiten!
Teilweise Heimarbeit ist bei vielen Unternehmen die neue Norm
Eine Umfrage des Arbeitgeberverbands AWVN zeigt, dass viele Arbeitgeber beabsichtigen, die Arbeit im Homeoffice beizubehalten. Fast alle Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, und sieben von zehn haben nicht vor, die Mitarbeiter zu verpflichten, wieder häufiger ins Büro zu kommen. Die Umfrage wurde unter mehr als 350 Arbeitgebern durchgeführt, die dem Verband angehören. Der Verband gibt zudem an, dass die Hälfte der Arbeitnehmer regelmäßig von zu Hause aus arbeitet und durchschnittlich drei Tage pro Woche ins Büro kommt. 94 % der Arbeitgeber geben an, dass in ihrem Unternehmen von zu Hause aus gearbeitet wird.
Arbeitgeber stehen der Regelung zum Homeoffice positiv gegenüber
Drei von vier Arbeitgebern geben an, dass sie mit der derzeitigen Aufteilung zwischen Homeoffice und Büroarbeit zufrieden sind. Sie merken jedoch an, dass sie sich eine etwas gleichmäßigere Verteilung der Auslastung im Büro wünschen würden. Derzeit herrscht dienstags und donnerstags immer sehr viel Andrang im Büro, während an den übrigen Tagen oft nur wenige Mitarbeiter anwesend sind. Ansonsten sind die Arbeitgeber jedoch sehr zufrieden mit der Regelung der Heimarbeit. Laut dem Arbeitgeberverband AWVN stehen die Arbeitgeber der Heimarbeit so positiv gegenüber, weil in den Niederlanden in den meisten Fällen gute Absprachen über die Arbeit von zu Hause aus getroffen werden. Darüber hinaus erkennen viele Arbeitgeber laut dem Verband die Vorteile der Heimarbeit. Man denke beispielsweise an eine bessere Work-Life-Balance ohne negative Auswirkungen auf die Leistung.
Arbeitgeber gewähren eine Internetpauschale bei Heimarbeit
Aus der Umfrage des AWVN geht zudem hervor, dass jeder dritte Arbeitgeber, also 33 %, einen Beitrag zu den Internetkosten seiner Mitarbeiter leistet. Dies geschieht meist in Form einer Pauschalvergütung, entweder einmalig oder monatlich. Darüber hinaus erwägen 37 % die baldige Einführung einer solchen Regelung. Eine Umfrage von KPN unter mehr als 300 Führungskräften in den Niederlanden bestätigt diese Zahlen.
Alternative zur Internetpauschale bei Heimarbeit
KPN hat kürzlich eine Alternative zum Arbeitgeberzuschuss für Internetkosten eingeführt: „Internet van de Zaak“. Damit können Arbeitgeber ganz einfach festlegen, wie viel sie zu den Internetkosten ihrer Mitarbeiter beitragen möchten. Der Beitrag wird automatisch auf der monatlichen Rechnung des Mitarbeiters verrechnet. Dazu müssen natürlich sowohl der Arbeitgeber als auch der Mitarbeiter Kunden von KPN sein. Die einfache Abwicklung der finanziellen Vergütung ist nicht der einzige Vorteil von „Internet van de Zaak“. Mitarbeiter erhalten über dieses Abonnement auch Zugang zu einem umfassenden Helpdesk, der mehr Unterstützung bietet als nur im Bereich der Internetverbindung. Sollte zu Hause etwas mit der Verbindung schiefgehen, sind die Mitarbeiter dank dieses Helpdesks im Handumdrehen wieder online!
Die digitale Barrierefreiheit der öffentlichen Verwaltung hinkt hinterher
Gemäß dem Gesetz zur digitalen Barrierefreiheit ist die öffentliche Verwaltung verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Apps und Websites barrierefrei, verständlich und benutzerfreundlich sind. Dies gilt auch für Menschen, die mit den neuesten technologischen Entwicklungen in der Gesellschaft nicht mehr gut Schritt halten können. Leider ist dies in vielen Fällen noch nicht der Fall; insbesondere auf kommunaler Ebene scheint dies nach wie vor ein Problem zu sein. Im Jahr 2023 erfüllten nur 6 % der Apps und Websites der öffentlichen Verwaltung die gesetzlich vorgeschriebenen Barrierefreiheitsanforderungen. 36 % der Websites entsprachen zwar der gesetzlichen Verpflichtung, enthielten jedoch nicht die Hilfsmittel, die Menschen mit technologischem Rückstand benötigen, um sie gut nutzen zu können.
Verbesserungen im vergangenen Jahr
In der ersten Hälfte dieses Jahres hat die Regierung viel Zeit darauf verwendet, Websites und Apps barrierefreier zu gestalten. Die Zahl der Barrierefreiheitserklärungen stieg dadurch um 16 %. Eine solche Erklärung besagt, dass Ihre Websites und andere Anwendungen von Menschen mit einer Behinderung genutzt werden können. Erfüllt ein Medium die gesetzlichen Anforderungen an die Barrierefreiheit, erhält es den A-Status. Zahlen von DigiToegankelijk zeigen, dass nach den durchgeführten Verbesserungen derzeit nur 6 % der Websites und Apps der Regierung den A-Status haben. Ein B-Status bedeutet, dass zwar Verbesserungen vorgenommen wurden, aber noch weitere Anpassungen erforderlich sind, um das Barrierefreiheitsgesetz zu erfüllen. Die Zahl der Erklärungen mit einem B-Status ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, bei den Gemeinden im Durchschnitt sogar um 62 %. Die Behörden sind also dabei, umfassende Verbesserungen vorzunehmen, haben aber im Bereich der digitalen Barrierefreiheit noch einen weiten Weg vor sich.
Was steckt hinter den Verbesserungen?
Wie kommt es eigentlich, dass die Behörden in diesem Jahr plötzlich so große Fortschritte bei ihren Verbesserungen im Bereich der digitalen Barrierefreiheit gemacht haben? Einer der Gründe ist, dass die Anbieter der Websites und Apps den Behörden Untersuchungsberichte zur Verfügung gestellt haben. Dadurch fällt es den Behörden leichter zu begründen, warum sie eine Bescheinigung verdienen. Außerdem erhalten sie dadurch natürlich mehr Einblick darin, was sie an ihren Websites und anderen digitalen Anwendungen noch alles verbessern können!
Wie geht es nun weiter mit der digitalen Barrierefreiheit der öffentlichen Verwaltung?
Die digitale Barrierefreiheit der Behörden hat sich im vergangenen Jahr also deutlich verbessert, doch um die gesetzlichen Vorschriften wirklich vollständig zu erfüllen, ist noch einiges zu tun. Derzeit erfüllen 40 % der Websites und Apps der Behörden die gesetzlichen Anforderungen. Das ist zwar noch weniger als die Hälfte, aber im Vergleich zu 2023 ein großer Fortschritt.
Welche Auswirkungen hat dieses Urteil im Rechtsstreit gegen Google?
Dass das Urteil des US-Richters weitreichende Folgen haben wird, steht fest. Dies wird jedoch noch eine Weile dauern, da Google nach dem Prozess angekündigt hat, gegen das Urteil des Richters in Washington Berufung einzulegen. In diesem Urteil hieß es, dass „Google ein Monopolist ist und so gehandelt hat, um diese Position sicher zu behalten“. Im schlimmsten Fall (für Google) müsste das Unternehmen von Alphabet seine lukrativen Suchmaschinengeschäfte einstellen. Das bedeutet, dass Google seine immens hohen Werbeeinnahmen verlieren würde. Dies wäre nicht gut für das Unternehmen, da der Werbemarkt mehr als drei Viertel des Umsatzes von Alphabet ausmacht. Bislang hat das Gericht jedoch lediglich festgestellt, dass Google gegen das US-Wettbewerbsrecht verstößt. Welche Sanktionen das Gericht gegen das Unternehmen verhängen wird, ist noch nicht bekannt.
Was war der Anlass für die Klage gegen Google?
Google hat sich ein Monopol auf dem Werbemarkt aufgebaut, doch das ist nicht das einzige Problem. Das Unternehmen missbraucht nämlich auch diese Monopolstellung. So zahlte Google allein im Jahr 2021 26,3 Milliarden Dollar, um sicherzustellen, dass seine Suchmaschine auf Smartphones und in Browsern als Standard voreingestellt ist. Dies natürlich mit dem Ziel, seinen dominanten Marktanteil zu behalten. Apple erhält jährlich den höchsten Betrag dafür, Google als Suchmaschine zu integrieren. Dies geht natürlich zu Lasten anderer Suchmaschinen und Werbetreibender, die nicht über die Mittel verfügen, so viel Geld für solche Vereinbarungen auszugeben. Das Geld, das Google ausgibt, verdient es schließlich durch die hohen Kosten, die es für die Werbung in der Suchmaschine verlangt, schnell wieder zurück. Newcomer, die vielleicht sogar bessere Suchmaschinen haben, haben so keinerlei Chance.
Google mag keine Konkurrenz
Dass Google einen hohen Marktanteil hat, ist also nicht das Problem. Das ist schließlich nicht verboten. Das Problem ist, dass das Unternehmen alles daran setzt, seine Konkurrenz einzuschränken, und das darf nicht sein. Selbst mit ihrem hohen Budget und ihrer großzügigen Rechtsberatung gelang es Google nicht, diese Missstände vor Gericht zu rechtfertigen. So versuchten die Anwälte des Unternehmens, die Jury davon zu überzeugen, dass sie keine Suchmaschine seien, sondern lediglich Fragen von Menschen beantworteten. Der Richter sah das jedoch ganz anders. Das Urteil des Richters in diesem Rechtsstreit wird die Position von Google auf dem Werbemarkt grundlegend verändern, aber hoffentlich wird es auch die Behörden stärker ermutigen, gegen Big-Tech-Unternehmen wegen rechtswidrigen Verhaltens vorzugehen.
Was denkst du, ist das ein guter Schritt nach vorne?
Ist das Internet in den Niederlanden zu teuer?
Aufgrund der marktbeherrschenden Stellung von Ziggo und KPN auf dem Internetmarkt zahlen die Niederländer laut dem Verbraucherverband schon seit Jahren zu viel für ihren Internetanschluss. Ihrer Ansicht nach gibt es zahlreiche Anzeichen dafür, dass der Wettbewerb zu gering ist und dies zu viel zu hohen Preisen führt. Die beiden Anbieter halten laut dem Verband derzeit mindestens 75 % des Marktes. KPN ist derzeit damit beschäftigt, sein Kupfernetz durch Glasfaser zu ersetzen. Der Verbraucherverband erklärt, dass dies zur Folge habe, dass Verbraucher letztendlich nur noch zwischen Kabelinternet von Ziggo oder Glasfaser von KPN wählen könnten. Die Preise der Anbieter liegen dicht beieinander, gehören aber auch zu den höchsten in Europa. Andere Anbieter dürfen das Glasfasernetz zwar nutzen, doch auch hier sieht der Verbraucherverband einen Haken.
Nutzung des Glasfasernetzes
Was dem Verbraucherverband auffällt, ist, dass es anderen Anbietern, die das Glasfasernetz von KPN nutzen, nicht gelingt, günstiger zu sein als die KPN-Anbieter. Odido hat beispielsweise zwar einen niedrigeren Tarif als KPN, der im Durchschnitt 6,50 bis 8,50 Euro günstiger ist, aber das Netz von Odido ist wiederum bei weitem nicht überall in den Niederlanden verfügbar. Der Verband verweist auf eine Preisumfrage der Europäischen Kommission, aus der hervorgeht, dass man in den Niederlanden im Durchschnitt 10 Euro mehr für einen 100-Mbit-Vertrag zahlt als im restlichen Europa. In den Niederlanden zahlen wir durchschnittlich 30 Euro pro Monat für einen solchen Vertrag, während der Durchschnittspreis in Schweden bei 17 Euro liegt.
Laut der ACM sind Wechselrabatte ein Beweis für das Funktionieren des Marktes, doch der Verbraucherverband weist darauf hin, dass Verbraucher dennoch nicht schnell den Internetanbieter wechseln. Gründe dafür sind unter anderem der damit verbundene Aufwand, zu geringe Preisvorteile und die Abneigung, eine E-Mail-Adresse aufzugeben.
Fazit des Verbraucherverbands
Der Verbraucherverband kommt in seiner Untersuchung zu dem Schluss, dass der Internetmarkt derzeit durch das Vorgehen von Ziggo und KPN blockiert ist. Dies führt zu immer weniger Auswahl und immer höheren Preisen für die Verbraucher. Der Verbraucherverband fordert die ACM auf, einzugreifen und gegen KPN und Ziggo vorzugehen, damit das Internet in den Niederlanden wieder erschwinglicher wird. Ziggo und KPN haben sich bislang noch nicht zu dieser Situation geäußert.