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Die ECCO überprüft Softwareanbieter in Europa 


Warum wurde das ECCO gegründet?  

Die Gründung des ECCO war Teil der Einigung zwischen Cispe und Microsoft im Juli. Diese Einigung war die Lösung einer bei der Europäischen Kommission gegen Microsoft eingereichten Wettbewerbsbeschwerde. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, unlauteren Wettbewerb zu betreiben. Dieser Anbieter verkauft nämlich Produkte wie Microsoft 365 und Windows zunehmend zusammen mit seiner eigenen Azure Cloud und anderen Diensten. Die Folge davon ist, dass andere Cloud-Anbieter mit eigenen SaaS-Diensten aus dem Markt gedrängt werden. Auch Endkunden, die die Software erwerben, leiden letztendlich darunter. Neben der gemeinsamen Gründung der ECCO zahlte das Unternehmen eine Entschädigung an Cispe und versprach, eine verbesserte Version seines Azure Stack HCI-Produkts für europäische Cloud-Anbieter zu entwickeln, die mit deren eigenen Cloud-Lösungen vergleichbar ist.  

So überprüft ECCO europäische Softwareanbieter!

Die ECCO wird europäische Softwareanbieter auf unlautere Praktiken überprüfen, doch zunächst wird ihr Schwerpunkt darauf liegen, sicherzustellen, dass Microsoft die Vereinbarungen einhält. Derzeit prüfen Mitglieder der Aufsichtsbehörde die Anpassungen von Microsoft. Im Dezember findet in Redmond, Washington, ein Treffen mit der technischen Führungsspitze statt, woraufhin ein Fortschrittsbericht erwartet wird. Im Februar und März folgen dann weitere Bewertungen der Fortschritte im Rahmen der Vereinbarungen mit dem Unternehmen. Diese Vorgehensweise wird die ECCO auch bei anderen Softwareanbietern in Europa anwenden, um so den Cloud-Markt fair zu halten und für den Wettbewerb offen zu halten! 

Unabhängige Prüfung durch ECCO 

ECCO ist somit eine völlig unabhängige Organisation, die vom Sekretariat von Cispe verwaltet wird und ein unabhängiges Verwaltungsmodell nutzt. Eine Gruppe französischer Unternehmen und Organisationen unter dem Namen Cigref sowie ein belgischer Verband von CIOs und Führungskräften im Bereich der digitalen Technologien unter dem Namen Beltug werden als Beobachter im Namen der Verbraucher auftreten. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Bewertungen und Urteile von ECCO zu 100 % unabhängig und auf der Wahrheit basieren.   


1. Dora: für den Finanzsektor 

Dora steht für den Digital Operational Resilience Act. Dieses Gesetz richtet sich vor allem an den Finanzsektor. Die europäische Regulierung soll die operative Widerstandsfähigkeit von Finanzinstituten stärken. Dieser Sektor ist natürlich bereits ziemlich streng reguliert, doch es kommen immer wieder neue Gesetze hinzu, insbesondere aus der EU. Das Gesetz betrifft nicht nur den Finanzsektor, sondern auch externe IT-Anbieter, insbesondere wenn es um Cloud-Computing geht, das kritische Funktionen unterstützt.  

2. NIS2: Eines der wichtigsten europäischen Gesetze zur Cybersicherheit!

Bei der NIS-2-Richtlinie geht es vor allem um die Verbesserung der digitalen und wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit der europäischen Mitgliedstaaten. Es gibt achtzehn Sektoren, auf die sich die NIS-2-Richtlinie auswirken wird, und sie konzentriert sich vor allem auf Maßnahmen im Bereich des Risikomanagements rund um die Cybersicherheit sowie auf die Meldung von Vorfällen in diesem Bereich. Unternehmen neigen manchmal dazu, Cybersicherheitsvorfälle nicht zu melden, weil sie befürchten, dass dies ihrem Ruf schaden könnte. Doch gerade die Meldung von Vorfällen ist eine wichtige Datenquelle, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern! 

3. EU-Cloud-Zertifizierungssystem  

Das EU-Cloud-Zertifizierungssystem ist ein Rahmenwerk zur Zertifizierung der digitalen Sicherheit von Cloud-Dienstleistern. Das EUCS ist Teil des Cybersecurity Act (CSA) von 2019. Die in dieser Richtlinie verwendeten Schemata sind nicht verpflichtend, doch es ist sehr wahrscheinlich, dass sie in Zukunft verbindlich werden.

4. Cyber Resilience Act: Eines der europäischen Gesetze zur Cybersicherheit von Produkten

Diese EU-Verordnung zielt in erster Linie auf Hardware- und Softwareprodukte ab. Es geht also nicht um die digitale Widerstandsfähigkeit von Organisationen, sondern um die Produkte, die diese Organisationen nutzen. Der Cyber Resilience Act stellt Anforderungen an die Cybersicherheit digitaler Produkte, die in der EU verkauft werden, wie beispielsweise Software und IoT-Geräte. Diese Anforderungen sind verbindlich, sodass alle Produkte diese erfüllen müssen – ohne Ausnahmen. Alle Produkte, die direkt oder indirekt mit einem Netzwerk verbunden sind, fallen unter diese Verordnung! 


Was bietet ChatGPT Search zusätzlich, um mit Google zu konkurrieren?

ChatGPT wurde natürlich schon länger genutzt, um auf ähnliche Weise zu suchen, wie wir es bei Google tun würden. Die Möglichkeiten waren dabei jedoch noch begrenzt. Die Suchfunktion lieferte beispielsweise noch keine Links zu externen Quellen, und die Suchergebnisse wurden ausschließlich in Textform angezeigt. ChatGPT Search liefert nicht nur Antworten in Textform, sondern auch Links zu externen Quellen, die für Ihre Frage relevant sind, und, wo möglich, sogar Fotos, Bilder und visuelle Daten, beispielsweise in Form von Grafiken oder Tabellen. Dies macht die Anwendung zu einem weitaus größeren Konkurrenten für Google, als sie es zuvor war.

ChatGPT Search ist ein KI-Chatbot mit Quellenangabe

ChatGPT bietet also tatsächlich einen Mehrwert gegenüber Google, genau wie der KI-Bot Perplexity. Man erhält nämlich nicht nur eine Antwort auf seine Frage, sondern auch eine vollständige Quellenangabe mit verschiedenen Links, sodass man überprüfen kann, ob die Antwort tatsächlich stimmt. Das löst bereits ein wichtiges Problem, das man bei der Nutzung von ChatGPT hat, nämlich dass man nie sicher sein kann, ob die Antwort, die es gibt, auch stimmt und woher es die Informationen bezieht. OpenAI teilte außerdem kürzlich mit, dass sie eine Zusammenarbeit mit einer Reihe von Unternehmen eingegangen sind, um aktuelle Informationen zu Themen wie Wetter, Sportergebnisse, Standorte und Nachrichten bereitstellen zu können.

Laut OpenAI ist ihre Suchfunktion nun für die breite Öffentlichkeit bereit, aber wann können wir alle ChatGPT Search nutzen? Im Prinzip ab sofort! Du kannst ChatGPT selbst als Standard-Suchmaschine festlegen, wenn du möchtest, anstelle von Google. Im Google Chrome-Browser kannst du hierfür eine Erweiterung installieren. Die Suchfunktion wird auf der ChatGPT-Website und in allen Apps verfügbar sein. Wenn du auf der Warteliste für ChatGPT Search standest oder ein ChatGPT Plus- oder Team-Konto hast, kannst du die neue Funktion sofort nutzen. Wenn du ein Enterprise- oder Edu-Konto hast, wird die Funktion in den kommenden Wochen für dich verfügbar sein. Als kostenloser Nutzer musst du noch ein paar Monate warten, aber letztendlich kann also jeder ChatGPT Search anstelle von Google nutzen, wenn er möchte!


Kaspersky Security Network  

Die Zahlen, die dies belegen, stammen aus der Liste des Kaspersky Security Network. Diese Liste wird bereits seit 2013 geführt, und in diesem Jahr stehen die Niederlande zum ersten Mal an der Spitze. Im Zeitraum von Juli bis einschließlich September 2024 ereigneten sich über die Server in Amerika mehr als 116 Millionen Cybervorfälle. An dritter Stelle folgt Deutschland mit dreizehn Millionen Angriffen. Damit hat die USA einen Anteil von 25 % aller Cyberangriffe weltweit und Deutschland nur 3 %. Vergleichen Sie das also mit den Niederlanden, auf deren Servern im dritten Quartal dieses Jahres 41 % der weltweiten Cyberangriffe stattfanden.  

Zunahme von Cybervorfällen in den Niederlanden seit 2022 

Laut dem Bericht des Kaspersky Security Network stieg die Zahl der Cybervorfälle auf niederländischen Servern Anfang 2022 plötzlich sprunghaft an. Zu diesem Zeitpunkt belegte die Niederlande den dritten Platz auf der weltweiten Liste der Servermissbräuche. Es dauerte nicht lange, bis unser Land auf den zweiten Platz vorrückte, wobei nur noch die USA mit ihrer hohen Zahl an Cyberangriffen vor ihr lagen. Bis einschließlich des zweiten Quartals 2024 blieb die Niederlande auf dem zweiten Platz, doch im letzten Quartal änderte sich dies. Nach Mitte 2022 ging die Zahl der Angriffe in unserem Land zwar wieder etwas zurück, dennoch standen wir im dritten Quartal auf dem ersten Platz, sogar noch vor den USA.  

Die Niederlande sind bei Cyberkriminellen beliebt geworden  

Es scheint also, als sei unser Land plötzlich zu einem Paradies für Cyberkriminelle geworden. Vergleicht man nämlich den Anteil der Niederlande im dritten Quartal mit dem von vor drei Jahren, ergibt sich ein prozentualer Unterschied von 36 %. Im Jahr 2021 lag dieser bei 5 % und in diesem Jahr somit bei 41 %. Warum dieser Anstieg so enorm ist, kann der IT-Sicherheitsexperte nicht so schnell erklären. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Cyberangriffe auf niederländische Server wieder um mehr als hundert Millionen. Doch leider scheint es in diesem Jahr wieder einen Anstieg der Vorfälle zu geben, wodurch wir weiterhin an erster Stelle stehen.  

Woher stammen diese Daten?  

Das Kaspersky Security Network erstellt diese Liste anhand der Daten, die es im Zuge eines Cyberangriffs erhält. Wird ein Kunde des IT-Sicherheitsanbieters online angegriffen, wird die Quelle dieses Angriffs erfasst. Eine WebAntivirus-Komponente ermittelt anschließend den Standort der Bedrohung. Ihre Analyse konzentriert sich auf Malware-Proben, die häufig in mehreren Ländern weltweit gefunden werden. Eine Erklärung für die Spitzenposition der Niederlande könnte unsere Rolle im transatlantischen Internetverkehr sein. Dieser läuft zu einem großen Teil über den Amsterdamer Internet Exchange. Unsere gute Infrastruktur ist für Cyberkriminelle sehr attraktiv, da sie auf diese Weise leicht viele Unternehmen überall auf der Welt erreichen können!


Ransomware ist und bleibt eine der größten Cyberbedrohungen  

Ransomware stellt schon seit Jahren eine große Bedrohung dar, und auch heute noch bleibt dies ein großes Risiko. Die Zahl der Fälle, in denen Menschen Opfer von Ransomware werden, ist nicht unbedingt gestiegen, aber Cyberkriminelle haben neue Wege gefunden, um Menschen damit zu betrügen. Kriminelle kombinieren Ransomware mit Datenexfiltration und drohen anschließend damit, sensible Informationen zu veröffentlichen. Für Unternehmen, die mit sensiblen Daten arbeiten, ist es daher jetzt besonders wichtig, für eine gute Absicherung ihrer Systeme zu sorgen. Hacker missbrauchen zudem immer häufiger legitime Tools innerhalb von Systemen, um unter dem Radar zu bleiben. Es wird also immer schwieriger, sie aufzuspüren.

Social Engineering wird immer einfallsreicher 

Auch Social Engineering kommt nach wie vor häufig vor. Phishing ist eine der häufigsten Formen von Social Engineering. Vor allem Unternehmen sind davon zunehmend betroffen, da sich gefälschte E-Mails immer schwerer von echten unterscheiden lassen. Cyberkriminelle nutzen heutzutage KI, um die E-Mails so echt wie möglich aussehen zu lassen. Über diese E-Mails versuchen sie, Zugriff auf Unternehmensdaten oder Zahlungen zu erlangen. Als Unternehmen ist es daher ratsam, Ihre Mitarbeiter darauf zu sensibilisieren, gefälschte E-Mails herauszufiltern. So beugen Sie einer Menge Ärger vor! 

Malware ist immer schwerer zu erkennen 

Malware ist natürlich auch kein neues Phänomen im Bereich der Cyberkriminalität. Allerdings wird sie immer schwerer zu erkennen, was die Gefahr natürlich erhöht. Fortgeschrittene Cyberkriminelle bieten mittlerweile sogar Malware-as-a-Service an. Kriminelle mit geringeren technischen Kenntnissen können auf diese Weise dennoch problemlos Angriffe auf Unternehmen starten. Außerdem wird Malware immer intelligenter und damit besser darin, der Erkennung zu entgehen. Dazu werden polymorphe Techniken eingesetzt, die es der Malware ermöglichen, ihre Form zu verändern, um Antivirensoftware zu umgehen.  

Die Manipulation von Informationen mithilfe von KI ist eine der größten neuen Cyberbedrohungen

Leider hat KI Cyberkriminellen viele Türen geöffnet. Es ist einfacher geworden, Menschen zu manipulieren und zu belügen, indem Informationen mithilfe künstlicher Intelligenz verfälscht werden. So ist es beispielsweise möglich, die Stimme einer Person mit KI nachzuahmen. Wenn du denkst, dass du mit einem Familienmitglied oder einem guten Freund telefonierst, der dich um Geld bittet, könnte es sich dabei um einen Cyberkriminellen handeln. Außerdem wird mithilfe von KI eine Menge Desinformation verbreitet, um die Standpunkte und Denkweisen von Menschen zu manipulieren. Erhältst du einen verdächtigen Anruf von jemandem, den du zu kennen glaubst? Sei wachsam und gehe nicht zu schnell auf alles ein! 

DDoS-Angriffe sind ein Albtraum für Unternehmen  

Ein DDoS-Angriff war schon immer etwas, das jedes Unternehmen fürchtet, doch mittlerweile ist dieses Risiko weitaus größer geworden als je zuvor. Es ist die am häufigsten gemeldete Bedrohung, sogar noch vor Ransomware. Auch hier fällt auf, dass Cyberkriminelle immer häufiger anbieten, DDoS-Angriffe gegen Bezahlung für andere durchzuführen. Dadurch steigt das Risiko groß angelegter Angriffe erheblich. Dies macht DDoS-Angriffe derzeit zu einer der größten Cyberbedrohungen.

Datenschutzverletzungen und Angriffe auf Lieferketten  

Schließlich nimmt die Gefahr von Datenlecks in diesem Jahr enorm zu. Denn Angreifer gehen dabei viel gezielter vor. Oft üben sie auch mehr Druck auf Unternehmen aus, beispielsweise indem sie damit drohen, bestimmte Daten zu veröffentlichen. Dies führt dazu, dass Unternehmen im Falle eines Cyberangriffs oder eines Datenlecks weniger schnell Anzeige bei der Polizei erstatten. Cyberkriminelle entscheiden sich zudem immer häufiger dafür, Unternehmen über deren Lieferkette anzugreifen. Dies tun sie beispielsweise durch das Fälschen von E-Mails eines Lieferanten, wodurch sie sich sofort Zugang zum gesamten Netzwerk dieses Lieferanten verschaffen.  

Fazit: Seien Sie auf der Hut vor den derzeit größten Cyberbedrohungen

Im vergangenen Jahr sind also nicht unbedingt neue Formen der Cyberkriminalität hinzugekommen. Vielmehr haben die bestehenden Bedrohungen durch neue Techniken und deren Weiterentwicklung an Ausmaß zugenommen. Dadurch sind Angriffe schwerer zu erkennen und Bedrohungen ebenfalls schwieriger zu identifizieren. Angesichts der rasanten Veränderungen im Bereich der Cyberkriminalität ist es für jedes Unternehmen wichtig, sich über die aktuellen Bedrohungen auf dem Laufenden zu halten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Man kann bei den derzeit größten Cyberbedrohungen nie vorsichtig genug sein! 


Warnung der AP 

Die niederländische Datenschutzbehörde (AP) weist in ihrer „Sektorpolitik für den öffentlichen Sektor“ auf diese Gefahr hin, der Behörden derzeit ausgesetzt sind. Dabei geht es nicht nur um die Gefahr einer zu starken Abhängigkeit von einem Datenverarbeiter, sondern auch um alle Entwicklungen, die sich im öffentlichen Sektor im Bereich des Datenschutzes vollziehen. Für die Bevölkerung scheint es oft so, als hätten Behörden noch immer Schwierigkeiten, die Datenschutzgesetze einzuhalten. Dafür werden sie gelegentlich von der AP gerügt. Einer der Kritikpunkte ist, dass es oft zu lange dauert, bis Mängel behoben werden, wenn die AP Schwachstellen in den Systemen von Behörden entdeckt. Gründe hierfür sind veraltete IT-Systeme, mangelndes Wissen, unzureichende Priorisierung oder sogar eine Kombination all dieser Faktoren. Dadurch dauert es manchmal viel zu lange, bis Datenlecks oder ähnliche Probleme behoben werden.  

Der Regierung fehlt es an viel Wissen  

Das größte Problem ist also eigentlich ein erheblicher Wissensmangel bei den Behörden. Dadurch dauert es zu lange, bis veraltete Systeme ersetzt und Probleme gelöst werden. Auch die Kenntnisse über das Datenschutzgesetz sind oft noch unzureichend, insbesondere bei Führungskräften. Wenn Verstöße gegen die DSGVO auftreten, ist dies häufig auf mangelndes Wissen zurückzuführen. Die niederländische Datenschutzbehörde (AP) hat kürzlich ihre Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der DSGVO durch die Steuerbehörde geäußert. Aus diesem Grund wird die Behörde diese Stelle in der kommenden Zeit genauer unter die Lupe nehmen.  

Die Auswirkungen generativer KI auf die Einhaltung der DSGVO 

Leider gibt es immer noch viele Behörden, die glauben, sie müssten sich nicht umfassend mit Datenschutzfragen auseinandersetzen. Die niederländische Datenschutzbehörde (AP) ist derzeit sehr besorgt über die Auswirkungen, die generative KI auf die Einhaltung der DSGVO in der öffentlichen Verwaltung haben wird. Viele Gemeinden haben bereits angekündigt, damit experimentieren zu wollen, doch dies kann erhebliche Folgen haben. Zumal viele Gemeinden es versäumen, vor Beginn der Experimente gründliche Untersuchungen durchzuführen.  


Einhaltung des verschärften Telekommunikationsgesetzes  

Was hat sich denn eigentlich im vergangenen Jahr am Telekommunikationsgesetz geändert? Das wollen wir Ihnen erklären. Das Telekommunikationsgesetz wurde im vergangenen Jahr um eine Melde- und Sorgfaltspflicht für Internetanbieter und Unternehmen, die andere Telekommunikationsdienste anbieten, ergänzt. Durch diese Änderungen tragen Internetanbieter mehr Verantwortung für die Erkennung von Cyberbedrohungen und die Gewährleistung der digitalen Widerstandsfähigkeit. Abgesehen von den neuen Verpflichtungen sagen die Verschärfungen auch etwas über die Vorbereitungen auf die NIS2-Richtlinie, also das Cybersicherheitsgesetz, aus.  

Was beinhalten die Melde- und Fürsorgepflicht?  

Die Meldepflicht bedeutet, dass Internetanbieter verpflichtet sind, eventuelle Störungen oder andere Probleme so schnell wie möglich dem RDI zu melden. Auch Sicherheitsvorfälle müssen unverzüglich gemeldet werden, damit das RDI sicher sein kann, dass die richtigen Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten ergriffen werden. Die Sorgfaltspflicht besagt, dass ein Internetanbieter „geeignete technische und organisatorische Maßnahmen ergreift, um die Sicherheit und Kontinuität der Dienste zu gewährleisten“. Ziel der strengeren Gesetzgebung ist es, Sicherheitsrisiken so weit wie möglich zu minimieren und sicherzustellen, dass die Dienste eines Anbieters nach einer Störung oder einem anderen Vorfall so schnell wie möglich wiederhergestellt werden können. Da Vorfälle schnell gemeldet werden, können Sicherheitsmaßnahmen verbessert werden und man erhält mehr Einblick in Cyberbedrohungen.  

Vorbereitungen für die NIS2-Richtlinie treffen  

Neben den neuen Pflichten, die für Internetanbieter hinzukommen, wird die RDI bei den Inspektionen auch die Vorbereitungen auf die NIS2-Richtlinie prüfen, die in den Niederlanden als „Cyberbeveiligingswet“ (Cybersicherheitsgesetz) umgesetzt wird. Es handelt sich um eine technologische Richtlinie, die von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft getreten, dies wird jedoch voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen. Die Richtlinie stellt strengere Anforderungen an die Sicherheit von Netz- und Informationssystemen. Bei den Inspektionen müssen Internetanbieter daher damit rechnen, gefragt zu werden, wie sie sich bereits jetzt auf das Cybersicherheitsgesetz vorbereiten!


Der Hype um künstliche Intelligenz  

Viele Tech-Unternehmen behaupten derzeit, dass künstliche Intelligenz letztendlich das menschliche Gehirn übertreffen und alles tun wird, was wir nicht können. Fragen Sie Google, OpenAI oder jedes andere Tech-Unternehmen, das sich intensiv mit KI beschäftigt, und sie werden sagen, dass es unvermeidlich ist, dass diese Technologie eines Tages intelligenter sein wird als wir. Viele Menschen haben sogar ihre Bedenken über die Entwicklung dieser Technologie und deren mögliche Anwendungen geäußert, darunter auch Elon Musk. Dadurch ist der Großteil der Menschen davon überzeugt, dass Technologie eines Tages intelligenter sein wird als der Mensch.

KI wird niemals intelligenter sein als der Mensch  

Laut Wissenschaftlern der Radboud-Universität ist dies keineswegs der Fall. Sie vermuten, dass der derzeitige Hype um KI zu Missverständnissen darüber führt, was mit dieser neuen Technologie möglich ist und was nicht. Ihre neue Veröffentlichung mit dem Titel „Reclaiming AI as a Theoretical Tool for Cognitive Science“ erläutert, warum die Behauptungen rund um künstliche Intelligenz übertrieben sind. Ihre Ergebnisse zeigen, dass es niemals genügend Rechenleistung geben wird, um eine „allgemeine künstliche Intelligenz“ zu schaffen, die die gleichen kognitiven Leistungen erbringt wie das menschliche Gehirn. Darüber hinaus erläutert der Artikel, warum das Verfolgen dieses Ziels ein aussichtsloses Unterfangen und eine Verschwendung von Energiequellen und Rohstoffen ist. Einige davon sind schließlich bereits jetzt knapp!  

Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Universitäten

Die Veröffentlichung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit verschiedener Universitäten, darunter die Radboud-Universität, die Universität Aarhus, die Universität Amsterdam, die Universität Bristol und die Memorial University of Newfoundland. Alle an der Veröffentlichung beteiligten Forscher sind Experten auf den Gebieten der Kognitionswissenschaft, der Neurowissenschaften, der Informatik und der Philosophie. Oftmals ist den Menschen nicht bewusst, dass die Kognitionswissenschaft entscheidend für das Verständnis der Behauptungen über die Fähigkeiten von KI ist. Man neigt dazu, die Fähigkeiten von Computern zu überschätzen und die unseres eigenen Gehirns zu unterschätzen. Den Forschern zufolge ist es wichtig, dass die breite Öffentlichkeit mehr Wissen über KI erlangt. Derzeit glaubt jeder den Behauptungen der großen Tech-Unternehmen, aber das ist auch nicht gut. Das Ziel der Universitäten ist es, ein besseres Verständnis von KI-Systemen aufzubauen, damit man die Tech-Industrie weiterhin mit kritischem Blick betrachten kann.  


Teilweise Heimarbeit ist bei vielen Unternehmen die neue Norm  

Eine Umfrage des Arbeitgeberverbands AWVN zeigt, dass viele Arbeitgeber beabsichtigen, die Arbeit im Homeoffice beizubehalten. Fast alle Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, und sieben von zehn haben nicht vor, die Mitarbeiter zu verpflichten, wieder häufiger ins Büro zu kommen. Die Umfrage wurde unter mehr als 350 Arbeitgebern durchgeführt, die dem Verband angehören. Der Verband gibt zudem an, dass die Hälfte der Arbeitnehmer regelmäßig von zu Hause aus arbeitet und durchschnittlich drei Tage pro Woche ins Büro kommt. 94 % der Arbeitgeber geben an, dass in ihrem Unternehmen von zu Hause aus gearbeitet wird.  

Arbeitgeber stehen der Regelung zum Homeoffice positiv gegenüber  

Drei von vier Arbeitgebern geben an, dass sie mit der derzeitigen Aufteilung zwischen Homeoffice und Büroarbeit zufrieden sind. Sie merken jedoch an, dass sie sich eine etwas gleichmäßigere Verteilung der Auslastung im Büro wünschen würden. Derzeit herrscht dienstags und donnerstags immer sehr viel Andrang im Büro, während an den übrigen Tagen oft nur wenige Mitarbeiter anwesend sind. Ansonsten sind die Arbeitgeber jedoch sehr zufrieden mit der Regelung der Heimarbeit. Laut dem Arbeitgeberverband AWVN stehen die Arbeitgeber der Heimarbeit so positiv gegenüber, weil in den Niederlanden in den meisten Fällen gute Absprachen über die Arbeit von zu Hause aus getroffen werden. Darüber hinaus erkennen viele Arbeitgeber laut dem Verband die Vorteile der Heimarbeit. Man denke beispielsweise an eine bessere Work-Life-Balance ohne negative Auswirkungen auf die Leistung.  

Arbeitgeber gewähren eine Internetpauschale bei Heimarbeit  

Aus der Umfrage des AWVN geht zudem hervor, dass jeder dritte Arbeitgeber, also 33 %, einen Beitrag zu den Internetkosten seiner Mitarbeiter leistet. Dies geschieht meist in Form einer Pauschalvergütung, entweder einmalig oder monatlich. Darüber hinaus erwägen 37 % die baldige Einführung einer solchen Regelung. Eine Umfrage von KPN unter mehr als 300 Führungskräften in den Niederlanden bestätigt diese Zahlen.  

Alternative zur Internetpauschale bei Heimarbeit

KPN hat kürzlich eine Alternative zum Arbeitgeberzuschuss für Internetkosten eingeführt: „Internet van de Zaak“. Damit können Arbeitgeber ganz einfach festlegen, wie viel sie zu den Internetkosten ihrer Mitarbeiter beitragen möchten. Der Beitrag wird automatisch auf der monatlichen Rechnung des Mitarbeiters verrechnet. Dazu müssen natürlich sowohl der Arbeitgeber als auch der Mitarbeiter Kunden von KPN sein. Die einfache Abwicklung der finanziellen Vergütung ist nicht der einzige Vorteil von „Internet van de Zaak“. Mitarbeiter erhalten über dieses Abonnement auch Zugang zu einem umfassenden Helpdesk, der mehr Unterstützung bietet als nur im Bereich der Internetverbindung. Sollte zu Hause etwas mit der Verbindung schiefgehen, sind die Mitarbeiter dank dieses Helpdesks im Handumdrehen wieder online! 


Die digitale Barrierefreiheit der öffentlichen Verwaltung hinkt hinterher  

Gemäß dem Gesetz zur digitalen Barrierefreiheit ist die öffentliche Verwaltung verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Apps und Websites barrierefrei, verständlich und benutzerfreundlich sind. Dies gilt auch für Menschen, die mit den neuesten technologischen Entwicklungen in der Gesellschaft nicht mehr gut Schritt halten können. Leider ist dies in vielen Fällen noch nicht der Fall; insbesondere auf kommunaler Ebene scheint dies nach wie vor ein Problem zu sein. Im Jahr 2023 erfüllten nur 6 % der Apps und Websites der öffentlichen Verwaltung die gesetzlich vorgeschriebenen Barrierefreiheitsanforderungen. 36 % der Websites entsprachen zwar der gesetzlichen Verpflichtung, enthielten jedoch nicht die Hilfsmittel, die Menschen mit technologischem Rückstand benötigen, um sie gut nutzen zu können.  

Verbesserungen im vergangenen Jahr  

In der ersten Hälfte dieses Jahres hat die Regierung viel Zeit darauf verwendet, Websites und Apps barrierefreier zu gestalten. Die Zahl der Barrierefreiheitserklärungen stieg dadurch um 16 %. Eine solche Erklärung besagt, dass Ihre Websites und andere Anwendungen von Menschen mit einer Behinderung genutzt werden können. Erfüllt ein Medium die gesetzlichen Anforderungen an die Barrierefreiheit, erhält es den A-Status. Zahlen von DigiToegankelijk zeigen, dass nach den durchgeführten Verbesserungen derzeit nur 6 % der Websites und Apps der Regierung den A-Status haben. Ein B-Status bedeutet, dass zwar Verbesserungen vorgenommen wurden, aber noch weitere Anpassungen erforderlich sind, um das Barrierefreiheitsgesetz zu erfüllen. Die Zahl der Erklärungen mit einem B-Status ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, bei den Gemeinden im Durchschnitt sogar um 62 %. Die Behörden sind also dabei, umfassende Verbesserungen vorzunehmen, haben aber im Bereich der digitalen Barrierefreiheit noch einen weiten Weg vor sich.

Was steckt hinter den Verbesserungen?

Wie kommt es eigentlich, dass die Behörden in diesem Jahr plötzlich so große Fortschritte bei ihren Verbesserungen im Bereich der digitalen Barrierefreiheit gemacht haben? Einer der Gründe ist, dass die Anbieter der Websites und Apps den Behörden Untersuchungsberichte zur Verfügung gestellt haben. Dadurch fällt es den Behörden leichter zu begründen, warum sie eine Bescheinigung verdienen. Außerdem erhalten sie dadurch natürlich mehr Einblick darin, was sie an ihren Websites und anderen digitalen Anwendungen noch alles verbessern können!

Wie geht es nun weiter mit der digitalen Barrierefreiheit der öffentlichen Verwaltung?

Die digitale Barrierefreiheit der Behörden hat sich im vergangenen Jahr also deutlich verbessert, doch um die gesetzlichen Vorschriften wirklich vollständig zu erfüllen, ist noch einiges zu tun. Derzeit erfüllen 40 % der Websites und Apps der Behörden die gesetzlichen Anforderungen. Das ist zwar noch weniger als die Hälfte, aber im Vergleich zu 2023 ein großer Fortschritt.